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St. Olavsleden – Pilgern auf Schwedisch

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St. Olavsleden – Pilgern auf Schwedisch

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St. Olavsleden - Pilgern auf Schwedisch

St. Olavsleden – Pilgern auf Schwedisch

St. Olavsleden – Pilgern auf Schwedisch

Auf meiner Wohnmobiltour zu den Lofoten treffe ich immer wieder auf den Olavsleden, den 560 km langen Pilgerweg von Sundsvall nach Trondheim – und eine Etappe bewältige ich auch.

Abendstimmung am Olavdsleden

Abendstimmung am Olavdsleden

St. Olavsleden – Pilgern auf Schwedisch

Wir sind unterwegs auf der Tipp kleinWohnmobiltour Lofoten zurück entlang der Tipp kleinschwedischen Ostseeküste. Von Tipp kleinLappland aus fahren wir entlang der Tipp kleinSchären weiter nach Süden. Vorbei an Tipp kleinUmeå geht es zur Tipp kleinHohen Küste und dann ins Tipp kleinÅngermanland. Anschließend besuchen wir gemütlich die Tipp kleinRegion Sundsvall und stolpern dabei über den  St. Olavsleden, den nördlichsten Pilgerweg. Grund genug, anzuhalten und eine lange Etappe auf dem Weg durch das Tal des Ljungan zu absolvieren. Pilgern auf Schwedisch.

ruhige Straßen

ruhige Straßen

Der St. Olavsleden

Der 560 km lange St. Olavsleden führt von Sundsvall am Bottschen Meerbusen einmal durch Schweden, an Östersund vorbei und durch die Berge bis wieder hinab nach Trondheim. Dabei soll er der historischen Marschroute des Olavs, einst König von Norwegen folgen. Der Weg wurde zum Stadtjubiläum Trondheims vor einigen Jahren markiert und verbindet, wenn man ehrlich ist, einfach eine Menge schöner Wanderwege der Region. Er führt nur bedingt in die völlige Einsamkeit, wie zum Beispiel der Kungsleden, einfach, weil der König Olav mit seinem Heer natürlich eher Wege nahm, auf denen er sich gut versorgen konnte. Dennoch bietet der Olavsleden tolle und wunderschöne Abschnitte, viel Natur und innere Einkehr.

Blick ins Tal

Blick ins Tal

Die Geschichte des heiligen Olavs

Olav wurde im Süden Norwegens geboren und war Wikinger. Mit 12 unternahm er seine erste Reise auf einem Wikingerschiff und arbeitete sich zusehend hoch. Er wurde ein erfahrener Wikinger, unternahm Reisen durch die Ostsee und nach Spanien. In Rouen in der Normandie lies er sich taufen und wurde anschließend Christ. Als dieser kehrte er heim, heiratete die Tochter des schwedischen Königs und zog nach Norwegen, um die Herrschaft anzutreten, was gelang. Doch seine Reformen waren ein wenig schnell für die Norweger, sowohl was viele Regelungen als auch das Christentum betrafen. Also wurde er davongejagt und verbrachte einige Jahre im Exil. Dort baute er sich eine Armee auf, mit der er in der Nähe von Sundsvall landete und entlang der heutigen Strecke des Olavsleden nach Norwegen zog. In der Nähe von Trondheim kam es zur Schlacht, in der Olav tödlich verletzt wurde. Schnell wurde anschließend von seiner unglaublichen Frömmigkeit gesprochen und die Kirche sprach ihn heilig.

Und noch eine Bank

Und noch eine Bank

Der Olavsleden im Tal des Ljungan

Die ersten gut 100 km führt der Olavsleden durch das Tal des Ljungan. Wer nicht den ganzen Weg pilgern möchte, sondern nur eine oder ein paar Etappen, der hat hier den Vorteil, dass die Bahnlinie ebenfalls das Tal benutzt und man so gute Verbindungen zur Rückkehr hat. Nachteil ist, dass das Tal recht gut bewohnt ist und die Wege oft auf kleinen Straßen und nicht auf einsamen Wanderwegen entlangführen. Dennoch entscheide ich mich für eine Etappe und lande in der Nähe von Fränska, einem kleinen Ort im Tal.

Pilgern an der Kirche

Pilgern an der Kirche

Von Torpshammar nach Ljungaverk

Ich parke das Wohnmobil am Bahnhof von Ljungaverk, der außerhalb des Dorfes liegt. Die Bummelzüge halten hier alle paar Stunden und die Fahrt dauert etwa eine Viertelstunde, bis ich in Torpshammar aussteige. Mehr Infos zum Bahnfahren in Schweden. Meine Etappe führt wieder zurück und umfasst etwa 17 km. Gemütlich zu schaffen, so denke ich. Mittagspause kann ich in Fränska machen, wo es nicht nur einen Laden, sondern auch einige Cafes und Restaurants gibt.
Noch einmal einsame Straßen

Noch einmal einsame Straßen

Von Torpshammar in die Dörfer auf dem Olavsleden

Ich beginne motiviert und finde schnell das erste Zeichen des Olasleden. Ein stilisiertes Kupferkreuz auf weißem Grund. Schnell merke ich, der Wanderweg ist toll ausgeschildert mit verschiedenen Zeichen und Wegweisern. An großen Kreuzungen gibt es Wegweiser, ansonsten gibt es viele Wegzeichen. Viele kleine, die wohl älter sind, und dann etwas größere, neue.
Der Weg führt schnell aus der Stadt hinaus und auf eine kleine Schotterstraße. Es geht vorbei an kleinen Wohnhäuser und Bauernhöfen. Felder, Weiden und Wiesen wechseln sich mit kleinen Wäldchen ab. Die große Überlandstraße nebenan ist leider auf diesem Teil ständig zu hören.

Schotter, Teer und Straßen

Die Häuser werden zwar weniger, aber der Weg führt weiter entlang Schotterstraßen. Autos kommen zwar sogar wie keine, aber wirklich toll ist der Weg wirklich nicht. Als die kleine Schotterstraße erst auf eine Teerstraße führt und dann sogar direkt auf die große Überlandstraße und darauf 200 m entlang (ohne, dass wenigstens ein Weg am Rand zur Verfügung steht) bin ich wirklich frustriert. Ich komme zwar gut voran, aber nach 8 km dampfen meine Sohlen. Der Olavsleden führt mich dann auf die Zufahrtstraße nach Fränska und ich bin bedient – Auf einer 10 m breiten Straße pilgern ist wirklich unglaublich entspannend….

Viele tolle Hütten

Viele tolle Hütten

Der Wendepunkt Fränska

In Fränska sehne ich mich nach einer Pause. Denn bisher gab es kaum Pausenbänke und ganz sicher keinen einzigen schönen Pausenplatz. Schade. In Fränska lacht mich eine Pizzaria an, doch ich widerstehe, schließlich ist der Rucksack voll. Es geht hinab zur Kirche, die direkt am Ljungan liegt. Und dort finde ich gleich mehrere Bänke, Pausenplätze und am Hafen gleich noch mal so viele. Gemütlich machen Maxi und ich Pause und genießen die Ruhe hier unten. Wir haben schon mehr als die Hälfte des Weges geschafft und haben erst Mittag – bestens. Ich möchte einen Blick in die Kirche werfen, aber diese ist fest verschlossen. Wo gibt’s denn so was – geschlossene Kirchen auf einem Pilgerweg?

Wundervolle Pfade

Wundervolle Pfade

Hinein in die Natur

Ich muss mich ein wenig umsehen, wo es weitergeht, bis ich das Zeichen entdecke. Ein kleiner Pfad führt jetzt hinein in den Wald, ganz nah am Fluss entlang. Und nach drei Minuten bin ich an einer ganzen Reihe an Grillplätzen, Bänkchen, Hütten, Liegewiesen und Badeplätzen vorbeigekommen. Hach, wunderbar. Und der Weg führt so weiter, ein kleiner Pfad immer mit Blick auf den gewaltigen und wunderschönen Blick. Dann ein Abschnitt auf einem einsamen Feldweg und wieder weiter auf einem Pfad.

Die Holzbrücke und die Stromschnellen

Ich erreiche eine historische Holzbrücke über den Fluss. Autos dürfen hier nicht mehr fahren, aber Fußgänger. Daneben ist ein großer Parkplatz, der ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz ist. Spende erwünscht. Super, damit weiß ich, wo ich schlafen werde. Ein ruhiger Platz direkt am Fluss. Toll!
Der Olavsleden führt aber nicht über die Brücke, es geht weiter auf der anderen Seite. Nach ein paar Feldwegmetern geht es an einem Pferdehof vorbei zu einer Badestelle. Kleine Hütten und Grillplätze wechseln sich jetzt alle paar Minuten ab. Ein Traum. Der Weg führt wunderschön am Hang durch den Wald. Ich bin völlig begeistert und genieße jeden Schritt, vergessen sind dampfende Sohlen und Autobahn.

Bootstour?

Bootstour

Über die Wiesen nach Ljungaverk

Ein letzter Grillplatz und ich muss den Ljungan ein wenig verlassen. Über die Wiesen geht es ein bisschen hinauf zurück zur Zugstrecke. Stimmt, hier bin ich vorher durchgefahren. Mal links, mal rechts der Bahnlinie geht es auf kleinen Wiesenwegen entlang. An einem Bauernhof grasen gemütliche Kühe und ich komme langsam meinem Startbahnhof immer näher. Hier in der Nähe der Dörfer wird der Weg dann wieder breiter und weniger schön. Dennoch komme ich begeistert zurück, denn die zweite Hälfte meines Pilgerweges war ein Traum.

Andere Etappen des Olavsleden

Auf meiner Tour durch Schweden und Norwegen bis ich immer wieder über den Olavsleden gestolpert und machte so manchen Kilometer auf dem Pilgerweg. Natürlich habe ich mir für kleine Runden immer schöne Abschnitte ausgesucht, aber es gab auch wirklich viele davon. Der Pilgerweg bietet also viel Natur, Einsamkeit, Einkehr.

Mein Fazit

Nach einem richtigen Tag auf dem Olavsleden kann ich natürlich kein umfassendes Bild vom 560 km langen Pilgerweg zeichnen, schnell deutlich wurde mir aber, dass der Weg in kurzer Zeit durch das Verbinden vieler kleiner Wanderwege entstanden ist. Und die Verbindungen sind nicht wirklich toll, es wurde zwar versucht, möglichst verkehrsarme Wege zu nehmen, aber schon einen Gehsteig oder Umleitung über 200m zu bauen, war zu viel verlangt! Schade. Klar, bei einem Weitwanderweg kann man nicht erwarten, dass es immer auf einsamen Pfaden geht, aber 10 km auf Straßen sind einfach anstrengend und nicht entspannend. Auch wenn kein Auto kommt, ist es immer möglich und man muss achtsam sein. Was mich völlig aus der Fassung brachte, war dann doch die geschlossene Kirche. Pilgern ist doch Wandern mit geistiger Einkehr und gerade Kirchen sind genau dafür da. Wie kann es sein, dass eine Kirche direkt am Olavsleden im Sommer geschlossen ist?
Bist du schon mal auf dem Olavsleden gewandert? Ich würde mich über einen kleinen Bericht oder eine Erfahrung freuen!

spannende Pfade am Fluss

spannende Pfade am Fluss

Weiterfahrt

Tatsächlich verbringe ich die Nacht auf dem Stellplatz Fränska, grille auf einem der anliegenden Grillplätze und lasse den Tag ausklingen. Für mich war der Olavsleden eine schöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Dennoch geht es weiter nach  Tipp kleinSundsvall. Ich möchte den kleinen archäologischen Wanderweg besuchen und das Fischerdorf Tipp kleinSpikarna. Und dann natürlich die Tipp kleinSteinstadt Sundsvall. Anschließend geht es an die Tipp kleinJungfrukusten.

LINKS

Tipp klein Offizieller Link zum St. Olavsleden

Tipp klein Link zu einer deutschen Seite über den Olavsleden

Ein paar Tipps für Reiseführer

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Galerie

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Die Tour auf Komoot

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