Ein Spaziergang durch die historische Altstadt Luxemburgs
Entdecke die historische Altstadt Luxemburgs: Ein UNESCO-Weltkulturerbe voller Sehenswürdigkeiten und Charme!
Marktplatz-Panorama
Ein Spaziergang durch die historische Altstadt Luxemburgs
Unsere Wohnmobiltour durch Luxemburg war ein unvergessliches Erlebnis! Wir haben die vielen Facetten dieses kleinen Landes erkundet und waren immer wieder aufs Neue begeistert. Von den bizarren Felsenlandschaften des Müllerthals mit seinen verwunschenen Pfaden und historischen Burgen bis zu den sanften Hügeln und malerischen Flusstälern der Ardennen mit ihrer unberührten Natur, hat die Stadt Luxemburgeine unglaubliche Vielfalt zu bieten. Nun sind wir gespannt auf die Stadt Luxemburg, die Hauptstadt des Landes, die mit ihrer reichen Geschichte und ihrem modernen Flair lockt.
Unsere Berichte über Luxemburg
Um unsere Erkundungen in der Stadt Luxemburg besser zu strukturieren, haben wir beschlossen, vier separate Berichte zu verfassen:
Die Altstadt Luxemburgs ist ein faszinierendes Zeugnis der bewegten Geschichte der Stadt. Bei einem Spaziergang durch die engen Gassen und entlang der imposanten Festungsanlagen kann man die verschiedenen Epochen hautnah erleben. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie hier Geschichte und Moderne so harmonisch miteinander verschmelzen.
Place de la Constitution
1. Place de la Constitution
Unser Rundgang durch die Altstadt Luxemburg beginnt am Place de la Constitution. Dieser Platz liegt auf der Bastion Beck, die zwischen 1644 und 1685 von dem berühmten Militäringenieur Sébastien Le Prestre de Vauban angelegt wurde. (Diesen Namen hatten wir ja schon mal, bei dem Vauban-Steig) Der Platz bietet einen herrlichen Panoramablick auf das darunterliegende Petrusstal sowie die Großherzog-Adolf-Brücke. Als ich den Platz besuchte, fand gerade ein Fest statt. Es war ein buntes Treiben mit lauter Musik und verlockenden Essensdüften. Die ausgelassene Stimmung war ansteckend! Mittendrin steht das auffällige Denkmal „Gëlle Fra“ (Goldene Frau), das 1923 errichtet wurde, um an die Luxemburger Freiwilligen des Ersten Weltkriegs zu erinnern.
Erster Blick auf Luxemburg
2. Parkanlage im Petrusstal
Vom lebhaften Platz de la Constitution spazierten wir hinunter in die Ruhe der Parkanlagen im Petrusstal. Hier unterhalb der Festungsmauern konnten wir die grüne Idylle und die Natur genießen. Es war erstaunlich, wie still es hier war, so nah am Stadtzentrum. Der kleine Bach schlängelte sich durch die Wiesen, und das Zwitschern der Vögel begleitete unseren Weg. Gleichzeitig bot sich immer wieder der beeindruckende Anblick der hohen Festungsmauern, die sich über uns erhoben. Diese Mischung aus Natur und imposanter Architektur fand ich sehr faszinierend. Die Parkanlage wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem französischen Landschaftsingenieur Edouard André entworfen. Im Park befindet sich auch die Sankt-Quirinus-Kapelle, eine der ältesten Kultstätten Luxemburgs, deren Fassade aus dem 14. Jahrhundert stammt.
3. Heilig-Geist-Plateau
Weiter ging es zum Heilig-Geist-Plateau, einem Ort mit einer langen und wechselvollen Geschichte. Ursprünglich befand sich hier ein Frauenkloster (gegründet 1234), später fand hier die „Schobermess“ statt, die größte Messe Luxemburgs. Im 17. Jahrhundert wandelte Vauban das Plateau in eine bedeutende Zitadelle um. Ich fand es spannend zu sehen, wie sich die Nutzung dieses Ortes im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Heute befinden sich hier unter anderem das Nationalarchiv und ein Rosengarten.
Tor zur Unterstadt
4. Grund-Tor
Wir setzten unseren Weg fort zum Grund-Tor, auch „spanisches Stadttor“ genannt, das im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Es markiert den Übergang von der Oberstadt zur Unterstadt und ist ein imposantes Bauwerk, das bis heute das Bild der Altstadt Luxemburg prägt. Beim Durchschreiten des Tores spürte ich förmlich den Hauch der Geschichte.
Blick in die Unterstadt
5. Corniche
Ein absolutes Highlight unseres Rundgangs war der Panoramaweg Corniche, der oft als „schönster Balkon Europas“ bezeichnet wird. Dieser Weg führt über die ehemaligen Festungswälle, welche im 17. Jahrhundert unter spanischer und französischer Zeit errichtet wurden. Der Blick von hier oben auf die Unterstadt und das Rham-Plateau ist einfach atemberaubend! Es macht wirklich Spaß, entlang dieses langen „Balkons“ zu schlendern und die Aussicht zu genießen. Besonders die Aussicht auf den Stadtteil Grund mit seinen malerischen Häusern und das imposante Kloster Neumünster ist sensationell. Beide werden wir ja noch bei unserem Spaziergang durch die Unterstadt genauer erkunden. Ich konnte mich kaum sattsehen an den malerischen Häusern, den grünen Tälern und dem Fluss, der sich durch die Stadt schlängelt. Das historische Stadtbild mit seinen typischen Fassaden ist wirklich wunderschön.
Blick zu den Bock-Kasematten
6./7. Bock-Kasematten und Stadtwall
Der Panoramaweg „Corniche“ führt zum Bockfelsen, dem Ursprungsort der Stadt Luxemburg. Hier stand einst im 10. Jahrhundert das Schloss der Luxemburger Grafendynastie. Die strategische Bedeutung dieses Ortes ist unverkennbar
Ein absolutes Muss bei einem Besuch der Altstadt Luxemburg sind die Bock-Kasematten. Diese unterirdischen Gänge wurden in den Luxemburger Sandstein-Felsen gehauen und dienten einst zur Verteidigung der Stadt. Gegenüber dem Bockfelsen, am Hang des Kirchbergplateaus, liegt das ehemalige Fort Thungen. Es wurde 1732 errichtet. Für zehn Euro tauchten wir ein in dieses faszinierende Höhlensystem. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, durch die engen Gänge zu spazieren und immer wieder durch die „Löcher“ in den Mauern den Blick auf die Stadt zu genießen. Von hier aus hat man einen ganz anderen Blickwinkel auf die Stadt Luxemburg. Am Eingang zur Schlossbrücke befindet sich ein Gedenkstein in Erinnerung an J.W. Goethe, der 1792 anlässlich der „Kampagne in Frankreich“ in Luxemburg weilte. Zitate zeigen, wie die Festung und das Landschaftsbild den großen Dichter beeindruckten. Nicht weit entfernt befindet sich der Stadtwall mit dem Tor „Drei Türme“, dem einzigen erhaltenen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer.
Die Straßen der Oberstadt
8. Fischmarkt und Sankt-Michael-Kirche
Weiter ging es zum Fischmarkt, einem historischen Platz im Herzen der Altstadt Luxemburg. Die verwinkelten Gassen rund um den Fischmarkt erinnern an das mittelalterliche Leben in der Stadt. Zu den sehenswertesten Gebäuden zählt das Haus mit Arkadengang „Ënnert de Stäiler“. Als wir dort waren, fand gerade ein Töpfermarkt im Rahmen des Ostermarktes statt. Es war ein lebhaftes Treiben mit vielen Ständen und Besuchern. Die Leute schlenderten vorbei, bewunderten die Töpferwaren und genossen die frühlingshafte Atmosphäre. Der Fischmarkt ist auch bekannt für das „Éimaischen“-Fest, das jedes Jahr am Ostermontag stattfindet. Die Ursprünge der Sankt-Michael-Kirche reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, auch wenn ihr heutiges Aussehen auf das Jahr 1688 zurückgeht.
Der Großherzögliche Palast
9. Großherzoglicher Palast
Ein paar Schritte weiter erreichten wir den Großherzoglichen Palast, die Residenz des Großherzogs. Ich war überrascht, wie klein und gemütlich das Schloss in einer Seitenstraße steht. Das wirkt sehr sympathisch und unprätentiös. Es zeigt, dass Luxemburg eine sehr bescheidene Stadt ist. Der Palast wurde im 16. Jahrhundert als Stadthaus errichtet und später als Regierungssitz genutzt.
10. Place Clairefontaine
Der Place Clairefontaine ist ein weiterer schöner Platz in der Altstadt Luxemburg, der 1935 angelegt wurde. Hier befindet sich das Denkmal der Großherzogin Charlotte, die von 1919 bis 1964 regierte.
Die Kathedrale
11. Kathedrale U.L.F. und Nationalbibliothek
Zum Abschluss unseres Rundgangs besuchten wir die Kathedrale U.L.F., ein beeindruckendes Beispiel spätgotischer Architektur mit Renaissance-Elementen. Die Kathedrale wurde im 17. Jahrhundert als Jesuitenkirche errichtet und später zur Kathedrale umgewandelt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird hier das Gnadenbild der Trösterin der Betrübten, der Stadt- und Landespatronin Luxemburgs, aufbewahrt. In der Krypta befinden sich die Bischofsgräber und die Grabstätten mehrerer Mitglieder der großherzoglichen Familie. Auch Johann der Blinde, Graf von Luxemburg und König von Böhmen, hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Die Nebengebäude der Kathedrale dienten einst als Schule des Jesuitenklosters und später als Nationalbibliothek.
Historisches Rathaus
Fazit: Ein charmanter Spaziergang
Die Altstadt Luxemburg ist wirklich etwas Besonderes. Es ist eine kleine und fast familiäre Stadt, in der die Sehenswürdigkeiten nicht weit voneinander entfernt liegen. Wir waren fast überrascht, wie schnell wir unseren Rundgang beendet hatten. Alles ist hier ein wenig kleiner und überschaubarer als in anderen Hauptstädten, aber dafür auch entspannter, gemütlicher und grüner. Besonders die vielen Grünanlagen in der Altstadt Luxemburg haben mich beeindruckt. Die Altstadt Luxemburg ist sehr gepflegt und lädt zum entspannten Flanieren ein. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt.
Unsere Wohnmobiltour durch Luxemburggeht nun weiter in den Süden. Wir wollen Esch-sur-Alzette und die alten Erzabbaugebiete besuchen, die herrlichen Naturschutzgebiete entdecken und natürlich die Moselregion kennenlernen, wo unsere Rundreise durch Luxemburg langsam zu Ende geht.
Galerie
Zum Starten einer Diashow einfach auf ein Bild klicken, zurücklehnen und genießen!
Festungsanlagen
Die Kasematten von Luxemburg
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Blick zur Kathedrale
Marktplatz
Der Großherzögliche Palast
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Place de la Constitution
Kleine Karte von Luxemburg City
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