Eine Wanderung durch Dudelange-Haard
per person
Auf den Spuren der roten Erde:
Eine Wanderung durch Dudelange-Haard
Entdecke Dudelange: Wandern durch die faszinierende Landschaft der roten Erde in Luxemburg.

Rote Erde – rote Wege
Auf den Spuren der roten Erde:
Eine Wanderung durch Dudelange-Haard
Unsere Wohnmobiltour durch Luxemburg neigt sich langsam dem Ende zu, und wir haben bereits viele unvergessliche Eindrücke gesammelt. Unsere Route führte uns durch die verwunschene Landschaft des Müllerthals, vorbei am historischen Echternach und der imposanten Burg Vianden im Ösling. Wir erkundeten die idyllischen Täler von Our und Sauer, besuchten die Gedenkstätten rund um Wiltz und ließen uns von der Hauptstadt Luxemburg-Stadt verzaubern. Zuletzt tauchten wir in den industriellen Charme von Esch-sur-Alzette ein. Nun zieht es uns in den Süden Luxemburgs, wo wir die Spuren der Bergbaugeschichte erkunden wollen.

Ab ins Grüne
Auf zu neuen Abenteuern
Maxi und ich sind heute auf Entdeckungstour in Dudelange. Wir wollen die einzigartige Mondlandschaft mit den roten Felsen des ehemaligen Erzabbaugebiets erkunden. Der Wanderweg „Auto-pédestre Dudelange-Haard“ scheint dafür genau richtig zu sein. Er ist knapp 8 km lang, führt von einem schönen Wanderparkplatz hinaus in die Wälder, zu beeindruckenden Felslandschaften und wieder zurück in das kleine Städtchen Dudelange. Die Wanderung ist als einfach eingestuft, auch wenn vor allem der zweite Teil einige An- und Abstiege bereithält.

Der Erzbahnhof
Dudelange: Eine Stadt im Wandel
Dudelange, eine Stadt im Süden Luxemburgs nahe der französischen Grenze, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 963. Während des Mittelalters spielte Dudelange jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Dies änderte sich grundlegend im 19. Jahrhundert mit der Entdeckung von Eisenerzvorkommen. Dudelange entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Zentrum der Stahlindustrie, und die Hochöfen prägten sowohl das Stadtbild als auch das Leben der Bewohner. Der Niedergang der Stahlindustrie im späten 20. Jahrhundert zwang Dudelange zu einem tiefgreifenden Strukturwandel. Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem modernen Wohnort mit einer diversifizierten Wirtschaft gewandelt. Dabei wird versucht, das industrielle Erbe zu bewahren und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Dudelange hat auch kulturell einiges zu bieten. Das Centre National de l’Audiovisuel (CNA) ist ein bedeutendes Zentrum für Film, Fotografie und Tonaufnahmen. Darüber hinaus gibt es ein Stadtmuseum, Theater und verschiedene Musikveranstaltungen. Die natürliche Umgebung von Dudelange lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Das Naturschutzgebiet Haard mit seinen charakteristischen roten Felsen ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Radtouren.

Wanderkarte
Das Naturschutzgebiet Dudelange-Haard: Vom Erz zum Naturschatz
Das Naturschutzgebiet Dudelange-Haard zeugt von der Zeit des intensiven Erzabbaus in der Region. Über Jahrzehnte hinweg wurde hier das Eisenerz „Minette“ abgebaut, was die Landschaft nachhaltig veränderte. Tiefe Gruben und rote Felsformationen prägten das Bild. Doch nach dem Ende des Erzabbaus hat sich die Natur das Gebiet zurückerobert. Heute ist Dudelange-Haard ein wertvolles Naturschutzgebiet, das eine einzigartige Flora und Fauna beherbergt.

Ins Dunkle hinein
Aufbruch in die „Haard“
Maxi und ich finden schnell einen Parkplatz am Rande von Dudelange und starten unsere Wanderung. Der Weg führt zunächst durch ein kleines Tal auf einem breiten Feldweg. Langsam, aber sicher schlängelt sich der Weg bergauf, und das Vogelgezwitscher begleitet uns. Plötzlich hören wir ein lautes Bellen durch den Wald. Zuerst denke ich an einen freilaufenden Hund, doch dann entpuppen sich die Geräusche als Brunftrufe einer ganzen Rotte Damhirsche. Einer der Hirsche kommt tatsächlich auf uns zu und scheint sich zu fragen, ob Maxi vielleicht eine interessante Hirschkuh ist. Maxi ist genauso verdutzt wie ich. Nach einem weiteren lauten „Bellkonzert“ zieht die Hirschbock-Gemeinschaft schließlich weiter in den Wald.

Grabungskante
Wandern auf den Höhen
Oben auf den Höhen angekommen, hat der Tagebau glücklicherweise nicht allzu viel Schaden angerichtet. Die Landschaft präsentiert sich hier noch weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand: Kleine Felder und Wiesen, alte Buchen und Eichen, und überall der frische Duft des Frühlings. Wir wandern eine ganze Weile entlang der Abbruchkante. Links von uns die ursprüngliche Landschaft, rechts der Blick in die Tiefe: eine bis zu 15 Meter tiefe Abbruchkante, unter der sich das zerklüftete Gelände des ehemaligen Tagebaus erstreckt.

Wege durch die Marslandschaft
Abstieg in die rote Welt
Schließlich verlassen wir die breiten Forstwege und biegen auf einen schmalen Pfad ab, der sich in die Tiefe schlängelt – mitten hinein in die rote Welt von Dudelange. Rechts neben dem Weg türmen sich die meterhohen Felsen auf, in einem tiefen, dunklen Rot, das durch den hohen Eisengehalt entsteht. Auf der anderen Seite liegen die Gesteinsbrocken, die der Tagebau ausgespuckt hat. Ein beeindruckender Abschnitt unserer Wanderung in Dudelange. Maxi und ich wandern staunend hindurch und erinnern uns an die Felsformationen im Müllerthal, die uns ebenfalls in ihren Bann gezogen haben.

Schlacke und Aushub
Durch das Felsenmeer
Wir erreichen das Ende des Abstiegs und wandern nun durch ein kleines Felsenmeer. Der Weg führt im Zickzack zwischen den rotbraunen Felsen hindurch. Maxi freut sich, dass er über die Steine springen und neben mir herlaufen kann. Schließlich machen wir eine Linkskurve, und der Wanderweg führt langsam wieder bergauf.

Der Humpen – Schlackewagen
Begegnung mit dem „Humpen“ von Dudelange
Oben angekommen, treffen wir auf ein ungewöhnliches „Denkmal“: einen Humpen, einen Schlackekippwagen. Wir erreichen wieder die Abbruchkante und genießen den schönen Überblick über das Tal, durch das wir gerade gewandert sind. Ein paar Meter weiter entdecken wir den ersten richtigen Wegweiser der Tour und dahinter eine Hütte. Doch je näher wir kommen, desto schneller verwandelt sich die Hütte in einen großen, rostigen Eisenbahnwaggon. Es handelt sich um den Humpen, einen sogenannten Schlackekippwagen, eines der beliebtesten Fotomotive hier im Naturschutzgebiet Dudelange-Haard. Bei der Erzgewinnung fallen jede Menge Begleitmineralien und anderer „Kruscht“ an, die man nicht gebrauchen kann – die sogenannte Schlacke. So wie es aussieht, wurde diese Schlacke innerhalb des Waggons abtransportiert und dann einfach ins Tal gekippt, zumindest sehen die Schlackefelsen unterhalb im Tal genauso aus.

Endlich Treppen
Rückweg nach Dudelange
Maxi und ich finden einen schönen Weg für den Rückweg. Der letzte Abschnitt führt über viele Treppen, vorbei an kleinen Felsen und mitten durch den stillen Wald, bis hinunter nach Dudelange.

In Dudelange
Dudelange im Blick: Industrie und Wandel
Unser Weg führt uns noch einmal durch die kleine Industriestadt Dudelange. Wir blicken auf den großen Wasserturm und die Industrieanlagen, die an die Zeit erinnern, als Dudelange einer der größten Stahlproduzenten Luxemburgs war. Heute stehen viele dieser Anlagen brach und werden nach und nach einer neuen Nutzung zugeführt. Wie ich auf einem Schild lese, soll aus einer großen Anlage wohl bald ein Spaßbad werden. Wer weiß, vielleicht kommen Maxi und ich dann wieder und genießen das Schwimmbad. Mit diesem Gedanken erreichen Maxi und ich wieder unser Wohnmobil und freuen uns auf eine gemütliche Pause nach ungefähr zweieinhalb Stunden Wanderung.

Vor dem Bergwerkmuseum
Abschied von Dudelange, Abschied von Luxemburg
Unsere Wohnmobiltour durch Luxemburg neigt sich dem Ende zu. Von Dudelange aus fahren wir weiter zur Mosel. Wir wollen noch ein paar Tage in der wunderbaren Weinregion verbringen, eine Wanderung beim Bioversum machen, Schengen besuchen und ein letztes Mal durch die Weinberge spazieren. Dann heißt es Abschied nehmen von diesem vielseitigen Land.
<br><br><br>
Die Tour auf Komoot
Download GPX der Tour

Die GPX ist aus technischen Gründen als ZIP gepackt.
Interaktive Karte von Luxemburg
Zur Wohnmobiltour Luxemburg

Willkommen in Luxemburg
Bleib uns verbunden!
Fehler: Kontaktformular wurde nicht gefunden.
Destination

















