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Der Gedenkweg Schumannseck

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Der Gedenkweg Schumannseck

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Gedenkweg Schumannseck

Gedenkweg Schumannseck

Der Gedenkweg Schumannseck

Auf den Spuren der Ardennenoffensive

Wandere auf dem Gedenkweg Schumannseck im Ösling: Erlebe die Geschichte der Ardennenoffensive hautnah und besuche das Museum in Wiltz.

Rettet die Tiere

Rettet die Tiere

Der Gedenkweg Schumannseck

Auf den Spuren der Ardennenoffensive

Unsere Reise durch Luxemburg hat uns bereits zu beeindruckenden Orten geführt: wir erkundeten das Müllerthal mit seinen bizarren Felsen, besuchten die majestätische Burg Vianden und fuhren entlang der malerischen Our. Nun begeben wir uns auf ein weniger idyllisches, aber umso bedeutsameres Terrain: die Spuren der Ardennenoffensive.
Achtung, Minen

Achtung, Minen

Die Ardennenoffensive: Trauma einer Region

Jeder, der das Ösling oder die luxemburgischen Ardennen besuchen will, stolpert früher oder später über die Zeugnisse der Ardennenoffensive im Dezember 1944. Ein Feldzug, der die Menschen in den Ardennen traumatisiert hat, der die Region fast völlig zerstört hat und der vielen Menschen das Leben kostete. Wir machen uns auf die Spuren der Ardennenoffensive, und das kann man am besten am Gedenkweg Schumannseck machen, wo die Kämpfe mit am heftigsten waren.
Lebensgroße Installationen

Lebensgroße Installationen

Die Ardennenoffensive oder „Battle of the Bulge“

Die Ardennenoffensive, auch bekannt als „Battle of the Bulge“, war der letzte große Versuch der deutschen Wehrmacht, die alliierten Truppen im Westen zurückzudrängen. Ziel war es, die alliierten Linien zu durchbrechen, Antwerpen zu erobern und die Versorgung der alliierten Armeen abzuschneiden. Die Offensive begann am 16. Dezember 1944 mit einem Überraschungsangriff durch die Ardennen. Anfangs erfolgreich, stießen die deutschen Truppen bald auf unerwarteten Widerstand und logistische Probleme. Das winterliche Wetter und das schwierige Gelände verlangsamten den Vormarsch. Am Gedenkweg Schumannseck kam es schließlich zu einem erbitterten Stellungskrieg, da der deutsche Vormarsch hier gestoppt wurde.
Gedenkstein Schumannseck

Gedenkstein Schumannseck

Erkundung des Gedenkweg Schumannseck

Max und ich erreichen den kleinen Parkplatz am Gedenkweg Schumannseck. Es gibt einen längeren Rundwanderweg mit knapp 3 km und einen kürzeren mit ungefähr 1,4 km. Maxi besteht darauf, den längeren zu nehmen, und so starten wir am Parkplatz am ehemaligen Massengrab, wo direkt nach den Kampfhandlungen viele Soldaten auf die Schnelle begraben wurden. Von hier geht es auf einem breiten Waldweg hinein, und wir sind zu Beginn doch erst mal ein bisschen enttäuscht, dass es wenig zu sehen gibt. Das ändert sich, als wir auf den kleinen Wanderweg treffen. Hier gibt es nicht nur einige Infotafeln mit Erklärungen, sondern auch lebensgroße Fotografien von den Soldaten beider Seiten, die hier an Ort und Stelle entstanden sind. Man spaziert vorbei an Schützengräben, Feststellungen und versteckten und verstandenen Soldaten. Nach kurzer Zeit hat mich die Situation ergriffen, und ich habe fast das Gefühl, das Leid der Soldaten auf beiden Seiten zu spüren. Immer wieder geht es vorbei an Bombentrichtern und anderen Zeugnissen des Krieges am Gedenkweg Schumannseck.
Bombentrichter

Bombentrichter

Die erbitterten Kämpfe am Gedenkweg Schumannseck

Die Besonderheit der Kämpfe hier am Gedenkweg Schumannseck war, dass sich auf wenigen 100 Metern zahlreiche Soldaten aus Deutschland und Amerika gegenüberstanden. Der deutsche Vormarsch war gestoppt, und aufgrund fehlender Treibstoff- und Munitionsreserven sowie dem klaren Wetter und den damit verbundenen Luftangriffen war ein Weiterkommen fast unmöglich. Auf der anderen Seite nahte Pattons Armee, welche die Machtverhältnisse in der Region rapide verändern würde. Zwischen Dezember 1944 und Januar 1945 standen sich die beiden Armeen hier am Gedenkweg Schumannseck gegenüber, kämpften um jeden Zentimeter, und zahlreiche Menschen auf beiden Seiten verloren ihr Leben. Nach einer guten Stunde erreiche ich wieder das Wohnmobil, der Rückweg führte noch einmal am deutschen Befehlsstand vorbei und rundete diesen ganzen Spaziergang am Gedenkweg Schumannseck ab. Ich vervollständige mein Bild und fahre weiter in Richtung Wiltz, wo ich das kleine Museum der Ardennenoffensive besuchen will.
Informationen an jeder Ecke

Informationen an jeder Ecke

Das Museum der Ardennenoffensive in Wiltz

Das Museum der Ardennenoffensive befindet sich in der Burg Wiltz. Nachdem ich das Ticket an der Touristinformation gekauft habe, spaziere ich auch schon hinein. Das Museum umfasst mehrere verschiedene Ausstellungen: ein Handwerksmuseum, ein Biermuseum und eben das Museum der Ardennenoffensive. Hier gibt es viele nachgestellte Szenen aus dieser Zeit zu bewundern, die Ausrüstung, die Geschehnisse und andere Dinge aus der Zeit der Ardennenoffensive. Es ist keine große Ausstellung, aber sie bringt irgendwie noch ein bisschen Positives in die Geschehnisse hinein. Eine Geschichte hat mir besonders gefallen, und zwar die des Nikolaustags am 6. Dezember 1944. Nachdem Luxemburg einige Jahre von den deutschen Truppen besetzt war, hatten die amerikanischen Truppen das Land wieder befreit. Endlich war auch wieder der Nikolaustag als einer der wichtigsten Feste in Luxemburg erlaubt. Nikolaus, der auf den ehemaligen Bischof zurückgeht, zieht durch die Straßen und besucht die Kinder, gemeinsam mit seinem Gehilfen. Es wird herausgefunden, ob die Kinder brav oder nicht brav waren, und dementsprechend gibt es die passenden Geschenke. Ein Brauch, der für die Luxemburger sehr, sehr wichtig ist, und in diesem Jahr durfte er endlich wieder gefeiert werden! Einer der amerikanischen Soldaten bot sich an, den Nikolaus in der Stadt zu spielen, er bekam das passende Kostüm und wurde mit seinen Helfern einmal im typisch militärischen Jeep durch die Straßen gefahren. Er beschenkte die Kinder der Stadt mit Schokolade und anderen kleinen Mitbringseln, was nach den Kriegsjahren für völlige Begeisterung sorgte. Ein kleiner Lichtblick in der sonst schlimmen Kriegszeit in Luxemburg. Übrigens machten sich viele Jahre später die Initiatoren des kleinen Museums auf die Suche nach dem Soldaten, der den Bischof gespielt hatte. Über Umwege fanden sie ihn tatsächlich, und viele Jahre später durften die Einwohner von Wiltz ihren ehemaligen Nikolaus wieder begrüßen.
Gedenkort

Gedenkort

Ein Mahnmal des Friedens: Der Gedenkweg Schumannseck

Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass wir auf unseren Reisen nicht nur die schönen und unbeschwerten Seiten einer Region kennenlernen, sondern auch die dunkleren Kapitel ihrer Geschichte nicht ausblenden. Der Gedenkweg Schumannseck ist dafür ein eindrückliches Beispiel. Dieser spannende Spaziergang durch das ehemalige Schlachtfeld ist zwar von den tragischen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs geprägt, doch auf wunderbare Weise liegt über allem der Wunsch nach Versöhnung. Die Informationen entlang des Gedenkweg Schumannseck sind hervorragend aufbereitet und vermitteln auf eindrückliche Weise das Leid und die Sinnlosigkeit des Krieges. Für mich ist der Gedenkweg Schumannseck ein Mahnmal des Friedens, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen. Nach diesem bewegenden Besuch werden wir nun noch ein wenig das Städtchen Wiltz erkunden, bevor unsere Reise weiter in Richtung Süden zum Stausee der Sauer führt. Auch Esch-sur-Sûre ist ein kommendes Ziel, bevor wir nicht nur den Panoramaweg am See, sondern auch einen weiteren beeindruckenden Eislek Trail bei Hoscheid erkunden werden. Danach steuern wir bereits unserem nächsten großen Ziel entgegen: der Hauptstadt Luxemburg.

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