Felsgiganten und stille Pfade: Die Nesque entdecken
Erkunde die Nesque-Schlucht in der Provence mit dem Wohnmobil: Wandern, Panoramastraßen und unberührte Natur erwarten dich in diesem ruhigen Juwel.
Blick in die Nesque
Felsgiganten und stille Pfade: Die Nesque entdecken
Unsere Wohnmobiltour durch die Provence neigt sich langsam dem Ende zu, aber ein ganz besonderes Highlight steht noch bevor: die Nesque-Schlucht. Günther, unser treues Wohnmobil, und mein bester Freund Maxi, mein Hund, sind natürlich mit dabei. Hinter uns liegen bereits beeindruckende Stationen: Von den zerklüfteten Dentelles de Montmirail über die geheimnisvolle Quelle von Vaucluse bis hin zum malerischen Luberon mit der berühmten Abtei inmitten blühender Lavendelfelder – ein Traum! Auch das charmante Gordes und die imposante Burg Levon haben wir erkundet. Nun zieht es uns in die wildromantische Nesque.
Stellplatz vor der Nesque-Schlucht
Ankunft an der Nesque: Einsame Stille am See
Nachdem wir den Luberon hinter uns gelassen haben, führt uns eine kurvenreiche Straße an den Rand der Nesque-Schlucht. In Monieux finden wir einen einsamen Wohnmobilparkplatzohne Service, direkt an einem wunderschönen kleinen See. Herrlich einsam! Nach einer eiskalten Nacht sind wir bereit, die Nesque zu erforschen.
Der Nesque-Bach
Die Nesque: Ein beeindruckendes Naturwunder
Die Nesque-Schlucht ist eine etwa 25 Kilometer lange Schlucht im Herzen der Provence, zwischen dem Mont Ventoux und dem Plateau de Vaucluse. Sie ist Teil des Regionalen Naturparks Luberon und somit besonders geschützt, was zur Erhaltung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt beiträgt. Der Fluss Nesque, der im Sommer oft austrocknet, hat sich über Jahrtausende tief in den Kalkstein gegraben und eine beeindruckende Landschaft mit steilen Felswänden, tiefen Schluchten und bizarren Felsformationen geschaffen. Die Schlucht erstreckt sich von Monieux bis nach Méthamis. Besonders markant ist der Rocher du Cire, ein Felsen, der wie ein „Wachskerzenstummel“ aussieht und ein beliebtes Fotomotiv ist. Am höchsten Punkt der Schlucht, dem Belvédère, bietet sich ein grandioser Blick in die bis zu 300 Meter tiefe Schlucht und auf den gegenüberliegenden Rocher du Cire. Die D942 schlängelt sich durch die Schlucht und ist sowohl bei Autofahrern als auch bei Motorradfahrern und Radfahrern sehr beliebt. Die Nesque wird oft als der kleine Bruder der Verdon-Schlucht bezeichnet, ist aber deutlich ruhiger und weniger überlaufen.
Morgenstund
Zu Fuß durch die Nesque: Der Nesque-Wanderweg
Zuerst wollen wir die Nesque zu Fuß erkunden. Wir entscheiden uns für den Nesque-Wanderweg mit ca. 9 km und 500 Höhenmetern. Anfangs führt der Weg auf einem einsamen Pfad entlang eines kleinen Baches. Dann geht es mehrmals steil bergauf, aber die Mühe lohnt sich: Oben angekommen werden wir mit herrlichen Blicken über die Nesque belohnt. Maxi genießt die Bewegung und schnüffelt interessiert an allen Ecken und Enden. Der Weg endet wieder in Monieux an unserem Stellplatz.
Blick zum Mont Ventoux
Mit Günther durch die Nesque: Die Panoramastraße D942
Am nächsten Tag nehmen wir Günther und fahren auf dem Panoramaweg (D942) durch die Nesque. Die Straße ist zwar nicht ganz einfach zu fahren, da sie kurvenreich und teilweise eng ist, aber die wundervollen Blicke auf die Schlucht entschädigen für alle Anstrengungen. Immer wieder halten wir an den Aussichtspunkten (Belvédères), um Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen. Die Nesque aus dieser Perspektive ist einfach atemberaubend.
Ab in die Schlucht
Monieux: Das Tor zur Nesque
Monieux ist ein kleines, charmantes Dorf am Eingang zur Nesque. Es hat eine lange Geschichte, die bis in die Römerzeit zurückreicht. Heute ist Monieux ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die Schlucht. Der Ort strahlt eine angenehme Ruhe aus und bietet eine willkommene Abwechslung zum touristischen Trubel anderer Orte in der Provence.
Blick ins Tal
Fazit zur Nesque: Ein ruhiges Juwel
Die Nesque-Schlucht hat uns voll und ganz überzeugt. Die Wanderung, die Fahrt auf der Panoramastraße und die Ruhe am See haben diese Erfahrung unvergesslich gemacht. Die Nesque wird gerne als der kleine Bruder der Verdon-Schlucht bezeichnet, und das zu Recht. Sie ist eine ruhigere und weniger überlaufene Alternative. Besonders die Nacht auf dem einsamen Stellplatz nach dem touristisch belebten Luberon haben wir sehr genossen.
Blick zum Mont Ventoux
Weiterreise: Neue Ziele nach der Nesque
Unsere Reise mit Günther und Maxi geht weiter. Wir freuen uns auf neue Abenteuer. Die nächsten Stationen sind ein Lavendelwanderweg, die Schlucht von Verdon und Avignon.
Galerie
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Aussichtspunkte an der Panoramastraße
Blick in die Nesque
Der Nesque-Bach
Blick ins Tal
Der kleine See am Stellplatz
Morgenstund
Wanderwege - Info
Ab in die Schlucht
Kleine Karte der Nesque-Schlucht
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Die GPX ist aus technischen Gründen als ZIP gepackt.
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Maxi sagt danke
Ein paar Tipps für Wanderführer
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