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Auf den Spuren der Kelten: Die Heuneburg

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Auf den Spuren der Kelten: Die Heuneburg

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Auf den Spuren der Kelten: Die Heuneburg –

Ein Schatz der Schwäbischen Alb

Entdecke die Heuneburg, die älteste Stadt nördlich der Alpen: Ein faszinierender Einblick in die keltische Geschichte, beeindruckende Mauern und atemberaubende Donautal-Blicke.

Ausstellungsgebäude

Ausstellungsgebäude

Auf den Spuren der Kelten: Die Heuneburg –

Ein Schatz der Schwäbischen Alb

Manchmal muss man einfach raus, den Alltag hinter sich lassen und in die Geschichte eintauchen. Und wo ginge das besser als auf unserer geliebten Schwäbischen Alb? Nach unseren jüngsten Eskapaden auf der Zwiefalter Alb, wo wir das charmante Städtchen Riedlingen und einige andere verborgene Schätze erkundeten, war es mal wieder Zeit für eine ordentliche Portion Kultur und Natur. Zuvor hatten wir ja schon das Lautertal unsicher gemacht und auf unserer Wohnmobil-Tour durch die Westalb so manches Schätzchen kennengelernt. Heute aber stand etwas ganz Besonderes auf dem Plan: Wir wollten zu den Wurzeln der Menschheit auf der Schwäbischen Alb vordringen, und die sind, das sage ich dir, weitaus beeindruckender, als man gemeinhin annimmt!

das gewaltige Plateau

das gewaltige Plateau

Schätze der Schwäbischen Alb: Wo die Geschichte lebendig wird

Die Rubrik „Schätze der Schwäbischen Alb“ ist ja quasi unser Lebensmotto geworden. Hier suchen wir nach diesen wunderschönen, kleinen Stellen, geheimnisvollen Höhlen, majestätischen Burgen, sehenswerten Aussichten und eben allem anderen, was man als echten Schatz einer Region bezeichnen kann. Wir haben ja schon so einiges abgehakt: den geheimnisvollen Bombenwald besucht, sind auf den Spuren des Waldgrafens gewandert, haben die beeindruckende Burg und den fantastischen Aussichtspunkt Breitenstein unsicher gemacht, uns bei der Burgruine Rauber gegruselt, die mystische Wimsener Höhleerkundet und im Kloster Zwiefalten spirituelle Momente genossen.
Jetzt also die Heuneburg! Nach unserem Besuch am Heidengraben, dieser anderen keltischen Riesenanlage, war es höchste Zeit, diese zweite beeindruckende Stätte zu erkunden, die uns direkt zu den keltischen Bewohnern der Schwäbischen Alb führt. Und ich sage dir, die Heuneburg hat es in sich!

Viel zu sehen

Viel zu sehen

Die Heuneburg: Eine Metropole der Eisenzeit

Die Heuneburg ist nicht einfach nur eine alte Ruine. Nein, mein Freund, wir sprechen hier von der ältesten Stadt nördlich der Alpen! Stell dir vor, vor rund 2.600 Jahren, um 600 v. Chr., war dieser Ort ein pulsierendes Zentrum, ein echtes Schwergewicht in der eisenzeitlichen Welt. Die Heuneburg war ein Machtzentrum, ein Handelsplatz und ein Ort, an dem sich die Fäden Europas trafen. Archäologen gehen davon aus, dass hier bis zu 5.000 Menschen lebten – eine gigantische Zahl für die damalige Zeit!
Selbst Herodot, der „Vater der Geschichtsschreibung“ aus dem fernen Griechenland, erwähnte in seinen „Historien“ eine keltische „Polis Pyrene“ an der Donau. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er damit unsere Heuneburg meinte, ist verdammt hoch. Denn diese Stadt war nicht nur groß, sondern auch von weitreichender Bedeutung und besaß unglaubliche Handelsverbindungen bis in den Mittelmeerraum. Die Welt damals war wohl weitaus vernetzter, als man sich das gemeinhin vorstellt.

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen

Unser Besuch auf der Heuneburg: Ein Spaziergang durch die Geschichte

Unser Abenteuer auf der Heuneburg begann standesgemäß am großen Parkplatz unterhalb des Geländes. Auto abgestellt, Maxi geschnappt und los ging’s. Gemütlich spazierten wir durch das, was früher wohl die Vorstadt war, und dann durch das große Eingangstor – das heute aus Holz rekonstruiert ist, aber damals wohl aus Stein war – hinein in die Anlage. Nach dem Durchqueren der Vorstadt ging es hinauf auf einen gewaltigen Hügel, der uns mit einem riesigen Hochplateau überraschte. Das ist der Ort, der damals die kleine, aber feine Stadt beherbergte. Heute kostet der Eintritt für Erwachsene fünf Euro, was hoffentlich direkt den weiteren Ausgrabungen und der Erhaltung dieses beeindruckenden Ortes zugutekommt.
Ich stand da oben, auf diesem Hochplateau, dessen Größe ich wirklich nicht erwartet hätte. Rechts erblickte ich ein großes Langhaus, dahinter einige kleinere Häuser und einen Teil der ehemaligen Stadtmauer – alles liebevoll rekonstruiert. Links hingegen fand ich völlig freie Fläche, nur ein einziger Baum stand da, umgeben von viel Wiese. Ein Weg führte einmal am Rand entlang, und das, was wohl das Beeindruckendste dieser ganzen Burganlage ist, ist der absolut fantastische Blick über das Donautal. Diese Stadt lag so genial auf einem großen Felssporn oberhalb des Donautals, dass sie von weitem sichtbar war und gleichzeitig perfekt verteidigt werden konnte. Verglichen mit dem Heidengraben erkennen wir einmal mehr: Die Kelten waren wohl die absoluten Meister im Aufspüren der perfekten Ortschaften!

heutige Dorfbewohner

heutige Dorfbewohner

Die Geheimnisse der Heuneburg: Von Mauern, Häusern und Skeletten

Mein Spaziergang um das Hochplateau der Heuneburg war eine kleine Entdeckungsreise. Ich fand einen herrlichen Grillplatz mit grandiosen Ausblicken – perfekt für eine kleine Rast mit Maxi, wenn wir nicht so voller Entdeckerlust wären. Weiter ging’s zu einer aktuellen Ausgrabungsstätte, in der erst kürzlich eine ganze Reihe menschlicher Skelette gefunden wurden – ziemlich gruselig und faszinierend zugleich. Dann stand ich vor den rekonstruierten Gebäuden.
Die absolute Besonderheit dieses Ortes war ja die Tatsache, dass die Heuneburg bereits um 600 v. Chr. eine aus Ziegelsteinen gemauerte Stadtmauer besaß, die sogar weiß getönt war. Stell dir das mal vor! So war sie von weitem im ganzen Land sichtbar und bot einen wirklich beeindruckenden Anblick. Vor allem, weil zu der damaligen Zeit solche Mauern eigentlich nur in der Mittelmeerregion Europas vorkamen. Für den Norden Europas war das eine absolute Ausnahme und zeigt nicht nur die beeindruckende Stellung der Heuneburg, sondern auch die verdammt guten Verbindungen in den Mittelmeerraum. Chapeau, Kelten!
Nachdem ich die Stadtmauer ausgiebig bestaunt hatte, spazierte ich durch die verschiedenen Gebäude, deren Inhalte auf die spannenden Ausgrabungen zurückgeführt werden können. Es gab einen großen Ofen, in dem Ton gebrannt wurde, eine Metallwerkstatt zum Staunen, ein typisches Wohnhaus mit einem überraschend luxuriösen Bett (da hätte Maxi sich wohl auch wohlgefühlt!) und einige andere Gebäude, die das damalige Leben anschaulich machten. Dahinter fand ich noch ein großes Langhaus, das wohl das Haus des Fürsten war. Es ist zwar etwas später entstanden, aber nicht weniger beeindruckend. Darin gibt es aktuelle Ausstellungen, aber auch sonst einige wichtige Dinge über die Ausgrabungen der Heuneburg und Umgebung zu finden.

Die einzigartige Mauer

Die einzigartige Mauer

Der Archäologische Wanderweg: Maxis Highlight und Fürstengräber

Rund um die Heuneburg führt ein fantastischer archäologischer Wanderweg, der uns einmal durch die nähere Umgebung und damit durch die Landschaft führte, die zur Stadt gehörte. Hier gab es früher einige Stadtteile, die vermutlich für Landwirtschaft und Ähnliches zur Verfügung standen. Nachdem die große Stadtmauer der Heuneburg einst abgebrannt war, verschwanden auch diese Vorstädte und rückten näher an die eigentliche Kernstadt heran.
Dafür entstanden hier die Hügelgräber der Fürsten – eine ganze Reihe gibt es davon, rund 40 an der einen Stelle und einige sehr große an der anderen. Viele sind inzwischen leider eingeebnet und verschwunden, aber andere hat man in mühevoller Kleinarbeit ausgegraben. Und was nicht geplündert wurde, landet inzwischen in dem Museum im nahe gelegenen Städtchen Hundersingen. Hier fand man nicht nur interessante Gegenstände, sondern auch viel Wissenswertes rund um das Leben der Kelten. Auf unserem Spaziergang trafen wir aber nicht nur auf Hügelgräber, sondern auch auf Bauwerke des nahen Klosters Zwiefalten, auf eine Keltenschanze und auf ganz viel Natur. Vor allem Maxi fand diesen Spaziergang nach unserem Besuch auf der Heuneburg äußerst begeisternd – schließlich gab es unzählige spannende Gerüche zu entdecken!

Die nachgestellten Gebäude

Die nachgestellten Gebäude

Fazit: Ein Muss für jeden Alb-Liebhaber

Die Geschichte der Heuneburg ist wirklich beeindruckend und faszinierend. Eine so gigantische Stadt, ein Zentrum von Nordeuropa, hier auf der Schwäbischen Alb – das macht mich schon ein bisschen stolz. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen, vielleicht verbunden mit einem Spaziergang durch das charmante Riedlingenoder die schöne Umgebung. Auf alle Fälle kann man es sich hier nicht nur sehr gut gehen lassen, sondern auch die tollen Aussichten genießen, viel Wissenswertes erlernen und einen schönen Tag verleben. Ein richtiger Schatz der Schwäbischen Alb, den ich unbedingt besucht haben musste! Und Maxi hatte wie immer eine tierisch gute Zeit!
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