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Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke

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Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke

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Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke bei Zwönitz

Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke bei Zwönitz

Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke bei Zwönitz

Die Fuchsbrunnbrücke bei Zwönitz – ein stählernes Relikt der Erzgebirgsbahn, Lost Place im Wald und eindrucksvolles Ziel für einen besonderen Morgenspaziergang.

Der kleine Aussichtsturm

Der kleine Aussichtsturm

Morgenspaziergang zur Fuchsbrunnbrücke

bei Zwönitz

Unsere Wohnmobiltour durch das Erzgebirge nimmt immer mehr Gestalt an. Nach den ruhigen Tagen in Falkenstein im Vogtland, der Wanderung durchs Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt und dem beeindruckenden Besuch in Schwarzenberg zieht es uns nun weiter. Schritt für Schritt fügen sich kleine Erlebnisse und große Bilder zu einer Reise voller Stille, Geschichte und Natur zusammen. Heute wollen Maxi und ich etwas ganz Besonderes unternehmen: einen Morgenspaziergang zu einem Relikt der alten Bahn – der Fuchsbrunnbrücke.
Weite Landschaft

Weite Landschaft

Landvergnügen in Zwönitz

Unser Übernachtungsplatz liegt in Zwönitz, am Brauereigasthof mit Landvergnügen-Anbindung. Hinter dem Gasthof, auf einer grünen Wiese, finden wir einen ruhigen Stellplatz, wo wir mit Günther eine entspannte Nacht verbringen. Der Platz ist gemütlich, es gibt ein kleines Geschäft, in dem man Produkte rund ums Bierbrauen kaufen kann, und natürlich den Gasthof selbst. Da der Laden am Wochenende geschlossen ist, gönne ich mir ein leckeres Abendessen in der Brauerei-Gaststätte. Dazu ein Glas frisch gebrautes Bier, Maxi döst zufrieden neben meinem Stuhl – ein Abend voller Herzlichkeit und freundlicher Begegnungen.
Blick über das Erzgebirge

Blick über das Erzgebirge

Ein Blick auf Zwönitz

Bevor wir am Morgen losziehen, möchte ich noch etwas über Zwönitz erzählen. Das Städtchen im mittleren Erzgebirge hat rund 12.000 Einwohner und blickt auf eine lange Bergbaugeschichte zurück. Schon im 14. Jahrhundert wurde hier Eisenerz gefördert, das Stadtrecht erhielt Zwönitz im späten Mittelalter. Heute ist es ein lebendiger Ort mit saniertem Zentrum, Fachwerkhäusern, Marktplatz und einer Postmeilensäule von 1727. Sehenswert sind die alte Papiermühle in Niederzwönitz, die Knochenstampfe in Dorfchemnitz und die Austel-Villa mit der Raritätensammlung. Besonders charmant ist auch das Hotel Roß, eines der ältesten Gasthäuser Sachsens. Maxi und ich spüren, dass Zwönitz eine dieser Städte ist, die stolz ihre Traditionen bewahrt und trotzdem offen geblieben ist.
Vorn wartet die Sonne

Vorn wartet die Sonne

Aufbruch zur Fuchsbrunnbrücke

Am nächsten Morgen wollen Maxi und ich uns die Fuchsbrunnbrücke anschauen, ein Lost Place, der mitten im Wald liegen soll. Schon die Vorstellung, dort auf ein stählernes Relikt der Vergangenheit zu treffen, macht mich neugierig. Wir starten an einem Parkplatz bei einer Schrebergartensiedlung, wo Günther auf uns wartet. Maxi springt voller Energie los, und wir machen uns auf den Weg. Schon nach wenigen Minuten liegen die Geräusche der Stadt hinter uns, und nur noch Vogelgesang begleitet unsere Schritte.
Rund um Zwönitz

Rund um Zwönitz

Aussicht vom Zwönitzblick

Unser Weg führt uns zunächst am Aussichtsturm Zwönitzblick vorbei. Der hölzerne Turm wurde 2001 errichtet und erhebt sich rund acht Meter über die umgebende Landschaft. Von oben schweift der Blick weit über Zwönitz, hinaus bis nach Chemnitz und in die Hügel des Erzgebirges. Maxi schnuppert am Turmfuß, während ich die Aussicht genieße. Es ist ein kleiner Moment der Erhebung, ein Platz, an dem die Gedanken leicht werden und die Reise noch schöner wirkt.
Schöner Pfad

Schöner Pfad

Durch Wald und über Wanderwege

Weiter geht es, und die Fuchsbrunnbrücke ist bereits ausgeschildert. Wir folgen dem Panoramaweg und zugleich dem Kühnhalder Steig, beides Wanderwege, die durch dichte Erzgebirgswälder führen. Der Panoramaweg macht seinem Namen alle Ehre und eröffnet immer wieder kleine Blicke über Hügel und Täler. Der Kühnhalder Steig hingegen ist ein traditioneller Pfad, der schon früher Verbindungen zwischen den Ortschaften herstellte. Der Wald ist dicht, der Boden weich, und Maxi läuft begeistert voraus. Schließlich erreichen wir die alte Bahntrasse, die heute als Rad- und Wanderweg dient. Hier wird klar: mit dem Rad käme man an der Brücke nicht weiter – zu abrupt endet die Strecke.
Blick von der Seite

Blick von der Seite

Ankunft an der Fuchsbrunnbrücke

Und dann stehen wir vor ihr – der Fuchsbrunnbrücke. Ein stählernes Gerippe, das wie das Skelett eines längst vergangenen Riesen wirkt. 63 Meter lang, fast 17 Meter hoch, ragt sie über das enge Tal des Fuchsbrunnens. Rostig, abgesperrt, gefährdet – und doch voller Würde. Maxi schaut neugierig durch die Gitter, während ich ehrfürchtig den Anblick in mich aufnehme. Der Ort hat etwas Unwirkliches: Technik, Natur und Vergänglichkeit verbinden sich zu einer fast mystischen Stimmung.
Abgesperrte Fuchsbrunnbrücke

Abgesperrte Fuchsbrunnbrücke

Geschichte der Fuchsbrunnbrücke

Die Fuchsbrunnbrücke wurde 1899 von der Dortmunder Firma Aug. Klönne erbaut, als Teil der Bahnstrecke von Zwönitz nach Scheibenberg. Jahrzehntelang rollten hier Züge über das tiefe Tal, bis die Gleise 1947 im Zuge der Reparationsleistungen demontiert wurden. Seitdem steht die Brücke still, ein Denkmal der Technikgeschichte und das letzte große Bauwerk dieser ehemaligen Bahnstrecke. Viele Jahre war sie vergessen, von Bäumen und Sträuchern überwachsen, doch bis heute trotzt sie Wind und Wetter. Ihr Schicksal ist ungewiss, Sanierungen sind im Gespräch, doch noch bleibt sie ein Lost Place von eindrucksvoller Kraft.
Noch mehr Wanderwege

Noch mehr Wanderwege

Rückweg und Ausblick

Nach einer Weile treten Maxi und ich den Rückweg an. Der Morgen liegt still über den Wäldern, die Luft ist frisch, und der Spaziergang zur Fuchsbrunnbrücke war genau das Richtige, um in den Tag zu starten. Maxi schnuppert noch einmal am Waldrand, ich nehme einen tiefen Atemzug, und wir gehen zurück zu Günther. Unsere Erzgebirgstour geht weiter: Als Nächstes wollen wir die Heimat-Ecke besuchen, dann den Fichtelberg bei Oberwiesenthal besteigen. Nach einer Nacht nahe der Fichtelbergbahn zieht es uns weiter nach Wolkenstein, wo die nächste Wanderung wartet, bevor es schließlich in Richtung Schwarzwassertal geht. Noch viele Erlebnisse liegen vor uns.

Galerie

Zum Starten einer Diashow einfach auf ein Bild klicken, zurücklehnen und genießen!

Kleine Karte von Zwönitz

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Die GPX ist aus technischen Gründen als ZIP gepackt.

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