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Besuch in Schwarzenberg

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Besuch in Schwarzenberg

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Besuch in Schwarzenberg

Besuch in Schwarzenberg

Besuch in Schwarzenberg –

Burg, Kirche und stille Gasse

Schwarzenberg im Erzgebirge – ein kurzer Besuch voller Geschichte, mit Schloss, St.-Georgen-Kirche und einer Skyline, die zu den schönsten der Region zählt.

Günther und die Burgen

Günther und die Burgen

Besuch in Schwarzenberg –

Burg, Kirche und stille Gassen

Unsere Wohnmobiltour durch das Erzgebirge nimmt Fahrt auf. Nach zwei herrlich ruhigen Tagen in Falkenstein im Vogtland und einer beeindruckenden Wanderung durch das Steinbachtal bei Johanngeorgenstadt rolle ich weiter. Mein Ziel ist heute der Landvergnügen-Stellplatz am Brauereigasthof in Zwönitz, aber unterwegs lockt ein Zwischenstopp. Schon von der Landstraße aus taucht vor mir die markante Skyline von Schwarzenberg auf. Schloss und Kirche thronen hoch über dem Tal des Schwarzwassers, und an diesem Samstagnachmittag leuchten sie im Kontrast zu den dunklen Wolken besonders eindrucksvoll. Maxi hebt neugierig die Nase, und auch ich spüre Vorfreude, als ich den großen Parkplatz an der Altstadt erreiche, der erstaunlich leer ist.
Das historische Rathaus

Kleine Gasse

Geschichte von Schwarzenberg

Schwarzenberg ist eine der alten Bergstädte des Erzgebirges, erstmals urkundlich im 12. Jahrhundert erwähnt. Der Ort entstand rund um eine kleine Burg, die als Schutz der Handelswege diente. Später prägte der Bergbau auf Eisen, Zinn und Silber die Region, und bis ins 19. Jahrhundert hinein war Schwarzenberg eine Stadt voller Handwerker, Schmiede und Bergleute. Die Industrialisierung brachte Eisenbahn und Fabriken, und im 20. Jahrhundert wurde die Stadt bekannt für Maschinenbau und Textilien. Heute lebt Schwarzenberg vom Tourismus, vom Ruf als „Perle des Erzgebirges“ und vom liebevoll gepflegten Altstadtkern, der den Besucher auf Schritt und Tritt in die Geschichte eintauchen lässt.
Der Aufzug nach Schwarzenberg

Der Aufzug nach Schwarzenberg

Mit dem Schrägaufzug zum Schloss

Vom Parkplatz aus nehme ich den kleinen Schrägaufzug, der für fünfzig Cent pro Fahrt direkt hinauf zum Schloss führt. Schon die kurze Fahrt lohnt sich, denn der Blick ins Tal des Schwarzwassers öffnet sich in voller Breite. Maxi schaut neugierig aus der gläsernen Kabine, während ich die Höhenmeter bequem hinter mich bringe. Oben stehe ich unmittelbar vor den Toren des Schlosses Schwarzenberg, das im 12. Jahrhundert als Wehrburg entstand und später zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Heute beherbergt es ein Museum, das die Geschichte von Stadt und Region zeigt, und im Innenhof herrscht eine ruhige, fast intime Atmosphäre. Wer möchte, kann einmal um das Schloss spazieren, ein schmaler Pfad bietet herrliche Ausblicke auf die Felsen und Dächer unterhalb.
Beeindruckendes Innenleben

Beeindruckendes Innenleben

Besuch in der St.-Georgen-Kirche

Nur wenige Schritte weiter erhebt sich die St.-Georgen-Kirche, die schon von weitem die Stadtsilhouette prägt. Ich trete durch die kleine Osttür ein und bleibe sofort stehen – der Anblick ist überwältigend. Das Innere ist eine große Überraschung: Emporen ziehen sich auf mehreren Etagen entlang der Wände, alles wirkt hell, weit und doch voller erzgebirgischer Wärme. Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut und nach Bränden mehrfach erneuert, ihr heutiges barockes Aussehen geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Die Kanzel, die Orgel und die farbig bemalten Emporen machen den Raum zu einem Gesamtkunstwerk. Maxi liegt brav an der Türschwelle, während ich minutenlang das leise Raunen dieses Raumes in mich aufnehme.
Kleine Gasse

Kleine Gasse

Durch die Gassen von Schwarzenberg

Wieder draußen spazieren wir hinein ins Städtchen. Ich gehe vorbei am Drachenspielplatz, der liebevoll für Kinder gestaltet ist, und schlendere durch die kleine Künstlergasse mit ihren Galerien und Werkstätten. Alte Fachwerkhäuser reihen sich aneinander, manche bunt verputzt, andere schlicht, und überall weht der Atem der Geschichte. Schwarzenberg wirkt ruhig, gemütlich, fast ein wenig verträumt. Maxi trabt an meiner Seite, während wir durch kopfsteingepflasterte Straßen streifen und den leisen Rhythmus einer Stadt spüren, die stolz, aber unaufgeregt ihre Schönheit zeigt.
Am Schloss Scharzenberg

Am Schloss Scharzenberg

Am Markt von Schwarzenberg

Bald erreiche ich den Markt, ein großer Platz mit breitem Pflaster, umgeben von stattlichen Gebäuden. Hier dominiert das ehemalige Rathaus, das heute tatsächlich als Hotel genutzt wird. Die Fassade ist beeindruckend, mit Türmchen und Ziergiebeln, ein weiteres Aushängeschild dieser Stadt. Von hier aus gehe ich die Obere Schloßgasse entlang, wo sich kleine Läden und Cafés aneinanderreihen. Immer wieder öffnet sich der Blick hinüber zum Schloss, und die Kombination aus lebendiger Stadt und überragender Burg ist einfach einzigartig. Schwarzenberg zeigt hier seinen ganzen Charme, ruhig und gleichzeitig voller Energie.
Schwarzenberg Panorama

Schwarzenberg Panorama

Blick vom Schwarzwasser

Langsam spaziere ich wieder hinab, bis ich den Fluss Schwarzwasser erreiche. Das Wasser rauscht, Maxi schnuppert am Ufer, und ich gehe ein paar Schritte zurück bis zu einer Brücke. Von hier aus liegt die schönste Perspektive von Schwarzenberg vor mir: Kirche und Schloss hoch oben auf dem Felsen, die Häuser eng darunter, alles wie gemalt. Ich bleibe stehen, nehme die Kamera in die Hand, und denke: genau so habe ich mir das Erzgebirge vorgestellt. Ein stiller, majestätischer Blick, der den Besuch in Schwarzenberg krönt.
Stadtplan Schwarzenberg

Stadtplan Schwarzenberg

Fazit und Ausblick

Mein Fazit: Schwarzenberg ist ein wundervolles Städtchen, voller Geschichte und schöner Ecken. Die Blicke von oben sind beeindruckend, doch noch schöner ist das Ensemble aus Schloss und Kirche, wenn man es vom Tal aus betrachtet. Diese Skyline von Schwarzenberg gehört zu den schönsten im Erzgebirge und macht den Ort zu einem Muss für jeden Besucher. Für mich war es nur ein kurzer Abstecher, aber ein unvergesslicher. Nun rollen Maxi und ich weiter zu unserem Übernachtungsplatz beim Brauereigasthof in Zwönitz. Am nächsten Tag wollen wir einen Lost Place besuchen, dann das Erzgebirge im Miniaturformat entdecken und schließlich den Höhepunkt unserer Tour, den Fichtelberg bei Oberwiesenthal, erreichen. Von dort führt unsere Wohnmobiltour Erzgebirge weiter nach Wolkenstein und in den östlichen Teil des Erzgebirges – es gibt noch so viel zu erleben.

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Kleine Karte von Schwarzenberg

Ein paar Tipps für Wanderführer

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