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Spaziergang in Himmelkron

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Spaziergang in Himmelkron

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Spaziergang in Himmelkron

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Spaziergang in Himmelkron

Die Baille-Maille-Allee in Himmelkron ist ein ruhiger, historischer Spazierweg durch Europas einst schönste Allee – perfekt für Natur & Kulturfreunde.

die längste Allee Europas

die längste Allee Europas

Spaziergang in Himmelkron

Unsere Reise durch den Frankenwald führt uns nach eindrucksvollen Tagen in Bad Steben, der Wanderung durch das Höllental und dem ruhigen Abend an der Frankenwarte nun in eine neue Etappe. Nach unserer Zwischenpause sind wir jetzt zurück – und zwar ganz im Süden der Region, dort, wo sich die Oberpfalz, das Fichtelgebirge und der Frankenwald beinahe die Hand geben. Hier, ganz nah an der Autobahn, liegt das kleine Städtchen Himmelkron, das mit einer erstaunlich reichen Geschichte und einem der schönsten Spazierwege Deutschlands überrascht.
Zisterzienserinnenkloster Himmelkron,

Zisterzienserinnenkloster Himmelkron,

Gemütlicher Stadtspaziergang durch Himmelkron

Maxi und ich beginnen den Tag mit einem kleinen Spaziergang durch das Zentrum von Himmelkron. Günther hat sich auf einem ruhigen Parkplatz ausgeruht, während wir gemütlich durch die Straßen schlendern. Das Ortsbild ist geprägt von historischen Gebäuden, charmanten Gärten und einer ruhigen, beinahe dörflichen Atmosphäre. Vorbei an Fachwerkhäusern und gepflegten Vorgärten führt uns unser Weg zum markgräflichen Ensemble aus Kloster, Schloss und Kirche – das Herzstück von Himmelkron.
Blick auf Himmelkron

Blick auf Himmelkron

Kloster, Stiftskirche & Adelssitz

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Himmelkron, 1279 gegründet, war jahrhundertelang ein Ort des Glaubens, der Bildung und später auch der Repräsentation. Besonders beeindruckend ist die Stiftskirche St. Maria, deren gotischer Chor erhalten ist und deren heutiger Bau im 18. Jahrhundert neugestaltet wurde. Direkt nebenan liegt der sogenannte Prinzenbau, ein barocker Adelssitz, in dem die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth zeitweise residierten. Auch wir stehen einen Moment lang still und lassen die Zeit durch die Mauern atmen – Himmelkron überrascht uns mit seiner Tiefe.
Baille-Maille-Allee

Baille-Maille-Allee

Die Geschichte der Baille-Maille-Allee

Dann erreichen wir sie endlich: die berühmte Baille-Maille-Allee von Himmelkron – ein Ort, der einen ganz eigenen Zauber besitzt. Angelegt im Jahr 1662 auf Initiative des Markgrafen Christian Ernst als elegante Spiel- und Spazierallee für das damals beliebte französische Laufspiel „Paille-Maille“, war sie einst die längste und prächtigste Allee Europas. Die schnurgerade, über 1 km lange Lindenallee wurde 1792 durch preußische Truppen abgeholzt – ein symbolischer Akt der Unterwerfung. Zwischen 1986 und 1992 wurde sie wieder mit hunderten Linden bepflanzt – Baum für Baum, gespendet von Menschen, deren Namen noch heute auf kleinen Schildern stehen. Himmelkron hat seiner Allee nicht nur das Grün, sondern auch den Stolz zurückgegeben.
Kunst in der Baille-Maille-Allee

Kunst in der Baille-Maille-Allee

Ein Spaziergang unter vier Baumreihen

Maxi und ich spazieren los – und sofort umfängt uns die stille Kraft dieser Allee. Vier Reihen aus jungen und älteren Linden säumen den Weg, jeder Baum mit einem kleinen Namensschild versehen – wie eine stille Widmung an die Natur. Himmelkron ist hier still, friedlich, beinahe poetisch. Links und rechts der Allee verläuft ein Kunstpfad, auf dem wir Installationen entdecken: Mal steht ein verschmitzter Gnom zwischen den Bäumen, mal eine große metallene Blüte, die sich in der Sonne dreht. Spaziergänger mit Hunden kommen uns entgegen, Paare halten Händchen, ein älteres Ehepaar sitzt auf einer Bank und schaut in die Bäume.
Maxi schnuppert aufgeregt am Wegesrand, sein Fell leuchtet golden im Gegenlicht der Sonne. Als wir den hinteren Teil der Allee erreichen, höre ich in der Ferne das leise Plätschern – ein Nebenarm des Weißen Mains ist nicht weit. Wir biegen ab, und Maxi nutzt die Gelegenheit: Mit einem Satz ist er im Wasser, schüttelt sich freudig und kommt klatschnass, aber glücklich zurück. Für solche Momente ist Himmelkron wie gemacht – still, nah an der Natur, und doch voller Geschichte.
Blick durch die Allee

Blick durch die Allee

Himmelkron als besonderer Zwischenstopp

Unser Spaziergang durch Himmelkron war kein lautes Spektakel, sondern ein stilles Innehalten – und gerade das macht diesen Ort so besonders. Zwischen jahrhundertealten Mauern und frisch gepflanzten Linden, zwischen Kunstpfad und Klosterpforte, zwischen Spaziergang und Sprung ins Wasser hat uns Himmelkron einen leisen Moment der Ruhe geschenkt. Die Kombination aus historischem Flair und landschaftlicher Schönheit macht diesen Ort zu einem idealen Stopp auf der Frankenwald Hochstraße.
Maxi residiert

Maxi residiert

Wie geht es weiter?

Unsere Tour geht nun weiter: Morgen wollen Maxi und ich auf dem FrankenwaldSteigla „Zum Forstmeister Sprung“ wandern – eine Tour, die uns wieder tief hinein in die Wälder und Höhen des Frankenwaldes führen wird. Danach geht es weiter in Richtung Kulmbach, wo wir auf einem Landvergnügen-Hof übernachten werden – ganz ruhig, ganz bei uns. Der letzte Abschnitt der Reise führt uns dann nach Kronach, das wir ausführlich erkunden wollen, bevor wir die Hochstraße verlassen und ins Erzgebirge aufbrechen.

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