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Ein Tag in Bad Steben

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Ein Tag in Bad Steben

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Ein Tag in Bad Steben

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Ein Tag in Bad Steben

Bad Steben verbindet Kurtradition, Heilquellen und Kulinarik – ein erlebnisreicher Zwischenstopp auf der Frankenwald-Hochstraße.

Bergarbeiterstädtchen

Bergarbeiterstädtchen

Ein Tag in Bad Steben

Nach einigen erlebnisreichen Tagen auf unserer Tour entlang der Frankenwald-Hochstraße, mit Stopps in Bamberg, Teuschnitz, Lauenstein und einem Abstecher ins Thüringer Schiefergebirge, steuern Günther, Maxi und ich heute Bad Steben an – den wohl bekanntesten Kurort im Frankenwald. Schon bei der Ankunft spüre ich, dass wir uns hier in einem ganz anderen Teil der Region befinden: touristischer, geschäftiger, aber dennoch charmant. Unser Stellplatz für die Nacht liegt direkt am Thermenareal – 44 großzügige Plätze, die größte Anlage ihrer Art im gesamten Frankenwald. Ich habe vorab online gebucht und tatsächlich einen Platz auf P2 bekommen, etwas weiter weg von der Straße und dadurch ruhiger gelegen. Für 12,50 € pro Nacht plus 3,20 € Kurtaxe pro Person (Strom, Wasser, Entsorgung extra) bekommt man einen idealen Ausgangspunkt, um den Kurort zu entdecken. Wer sich selbst informieren will, findet hier die Website der Therme mit Stellplatzinfos.
Kurhaus Bad Steben

Kurhaus Bad Steben

Therme, Kurpark und Wendelhalle

Vom Stellplatz aus führt mich mein Weg direkt an der Therme vorbei. Modern, großzügig und einladend präsentiert sie sich mit Innen- und Außenbereich, warmen Becken, Sprudelzonen und einem Saunadorf. Gleich daneben liegt das Freibad – für sonnige Sommertage perfekt. Dahinter öffnet sich der weitläufige Kurpark, der sich wie ein grünes Herz durch die Stadt zieht. Ich schlendere über schattige Wege, vorbei an alten Bäumen, gepflegten Blumenrabatten und kleinen Teichen. Am imposanten Kurhaus mit der angeschlossenen Trinkhalle verweile ich kurz – diese Kombination aus historischer Architektur und mondänem Kurortflair passt wunderbar zu Bad Steben. Wenige Schritte weiter entdecke ich die Wendelhalle, eine Veranstaltungshalle, die auch für Konzerte und kulturelle Events genutzt wird. Maxi schnuppert zufrieden in den gepflegten Rasenflächen, während ich das leise Plätschern der Brunnen genieße.

Die beiden HeilquellenHeilquellen mit Charakter

Bad Steben ist berühmt für seine Heilquellen – und tatsächlich gibt es gleich zwei unterschiedliche: ein radonhaltiges Wasser und eine kohlensäurehaltige Quelle. In der Trinkhalle kann man beide probieren. Ich halte Maxi an der Leine, trete ein und koste zuerst das fast geschmacklose, radonhaltige Wasser. Dann das kohlensäurehaltige – leicht salzig, erfrischend und sofort erinnert mich der Geschmack an meine Eifel-Wohnmobiltour, wo ähnliche Quellen sprudeln. Es fühlt sich an, als würde man hier Geschichte trinken.
schöne Stadtansichten

schöne Stadtansichten

Humboldts Wirken in Bad Steben

Geschichte atme ich auch, als ich am Humboldthaus vorbeikomme. Von 1792 bis 1795 lebte und arbeitete Alexander von Humboldt hier als Oberbergmeister. Er gründete in Bad Steben eine freie, königlich-preußische Bergschule – die erste ihrer Art – im heutigen Rathaus. Humboldt brachte technische Neuerungen wie den Friedrich-Wilhelm-Stollen voran, um den Bergbau der Region wiederzubeleben, und setzte sich sogar für soziale Verbesserungen wie Krankenkassen für Bergleute ein. Sein Wirken hat das Bild Bad Stebens nachhaltig geprägt.
die alte Wehrkirche

die alte Wehrkirche

St. Walburga – Wehrkirche und Jugendstil

Mein Weg führt weiter zur St. Walburga-Kirche, einer ehemaligen Wehrkirche und einem der ältesten Gebäude im Frankenwald. Ursprünglich wohl um 1019 erbaut, später mehrfach umgestaltet, steht heute noch der Chor, während das Langhaus 1910 abgerissen wurde. Innen finden sich Fresken aus der Zeit um 1510, die Szenen der Passion und des Jüngsten Gerichts zeigen. Wehrhafte Mauern und ein historischer Kirchhof erzählen von Zeiten, in denen die Kirche zugleich Schutzburg war. Wenige Schritte weiter erhebt sich die Jugendstil-Lutherkirche, deren heller, eleganter Innenraum einen reizvollen Kontrast zur mittelalterlichen Wehrkirche bietet.
Abendessen in Bad Steben

Abendessen in Bad Steben

Einkehr in der Kaminstube

Nach so viel Geschichte zieht es mich in die Kaminstube – direkt neben dem großen Thermenparkplatz. Eine kleine, ehrliche Speisekarte, eine entspannte Atmosphäre und der Duft von frisch Gebratenem begrüßen mich. Ich setze mich mit Maxi in den Außenbereich, bestelle ein Schnitzel mit Kartoffelsalat – und bekomme gleich drei perfekt gebratene Schnitzel serviert, dazu knackigen Salat und einen sensationell guten Kartoffelsalat. Hier stimmt einfach alles: Qualität, Freundlichkeit, Gemütlichkeit. Ein echter Geheimtipp für alle, die Bad Steben besuchen.
Stadtkirche

Stadtkirche

Fazit und Ausblick

Am Ende des Tages blicke ich zurück: Bad Steben hat mich überrascht – nicht nur mit dem Kurpark, der Therme und den Quellen, sondern auch mit kleinen, feinen Momenten wie dem stillen Sitzen in der St. Walburga-Kirche, dem Duft im Kurhaus oder dem herzhaften Essen in der Kaminstube. Für mich ein lohnender Zwischenstopp auf der Frankenwald-Hochstraße – lebendig, abwechslungsreich und doch nahbar. Morgen geht es für uns ins Höllental, eine Wanderung steht auf dem Programm, bevor wir weiter Richtung Schwarzenbach fahren. Der Süden des Frankenwaldes ruft – und wir sind gespannt, welche stillen und besonderen Plätze noch auf uns warten.

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