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Lehesten – Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

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Lehesten – Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

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Lehesten - Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

Lehesten – Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

Lehesten –

Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

Ein stiller Tag in Lehesten: Schieferdächer, Erinnerung an das KZ-Lager Laura und der Altvaterturm prägen diese Station entlang der Frankenwald-Hochstraße.

Gedenkstätte Laura

Gedenkstätte Laura

Lehesten –

Zwischen Schiefer, Geschichte und stillen Wegen

Unsere Reise auf der Frankenwald Hochstraße ist noch jung und doch schon voller Bilder: Die engen Gassen und Dächer Bambergs, der blühende Arnikapfad bei Teuschnitz, der Blick von den Bänken unterhalb von Lauenstein, die Geschichte in den Mauern der Burg und schließlich der Wetzstein mit seinem Altvaterturm.
Camping m Sonnenuntergang

Camping m Sonnenuntergang

Stellplatz am Altvaterturm

Hier, direkt am Turm, haben wir eine Nacht verbracht, die man so nur selten findet: absolute Ruhe, kein anderes Fahrzeug, nur wir und der Sternenhimmel. Für zehn Euro in den Briefkasten wirft man nicht nur Münzen, sondern kauft sich Stille, Einsamkeit und einen Morgen, der weich ins Herz geht. Gleich nach dem Aufstehen streifen Maxi und ich los, ein kleiner Spaziergang in Richtung Gipfel, das Heidekraut zu unseren Füßen, die Luft frisch, die Sicht weit ins Thüringer Schiefergebirge hinein.
Einmal durch Lehesten

Einmal durch Lehesten

Lehesten – das Dorf im Kleid aus Schiefer

Statt direkt auf der Hochstraße weiterzufahren, biegen wir ab, hinüber nach Thüringen. Lehesten liegt vor uns wie ein Ort, der aus dem Stein selbst herausgewachsen ist. Jedes Dach, viele Fassaden, ja selbst kleine Nebengebäude sind mit Schiefer gedeckt – dem „Blauen Gold“, das diesen Ort seit Jahrhunderten prägt. Die Lage auf einem Hochplateau zwischen 600 und 700 Metern Höhe, mit dem 792 Meter hohen Wetzstein in der Nähe, gibt dem Dorf ein eigenes Klima, rau und klar. Früher wurden hier die größten Schiefertagebaue Europas betrieben, und noch heute erzählen moosbedeckte Halden, still daliegende Seen und alte Werkshallen vom Leben und Arbeiten mit dem Stein. Während wir durch die Straßen schlendern, höre ich das leise Knirschen von Schiefer unter den Schuhen und spüre, wie sehr dieser Ort sein Material im Blut hat.
Schieferfassaden

Schieferfassaden

Die Kirche St. Aegidien – ein Monument aus Stein

Mitten im Ort steht die Kirche St. Aegidien, über 250 Jahre alt und im Biedermeierstil erbaut. Altar, Taufkapelle und selbst das Kruzifix bestehen aus Schiefer, als wollte man auch hier das Handwerk und den Rohstoff verewigen. Im Vorraum aber steht etwas, das den Atem anhält: die größte jemals an einem Stück gehauene Schiefertafel, 308 Zentimeter hoch, 253 Zentimeter breit. 1872 aus dem Bruch „Kießlich“ gewonnen, trägt sie die Namen der 30 Gefallenen des deutsch-französischen Krieges von 1870/71. Ich lasse meine Hand über die glatte Fläche gleiten, lese Namen und spüre eine Verbindung zu einer Zeit, die weit zurückliegt und doch hier, in diesem Raum, noch lebt.
Infotafel

Infotafel

Gedenkstätte Laura – Stille mit schwerem Gewicht

Nur wenige Kilometer weiter, bei Schmiedebach, liegt die Gedenkstätte Laura. Von 1943 bis 1945 befand sich hier ein Außenlager des KZ Buchenwald. Über 2.600 Häftlinge wurden aus Buchenwald hierher gebracht, um in der Schiefergrube „Oertelsbruch“ unterirdische Anlagen für die V2-Rakete zu errichten. Die Arbeit war mörderisch: schwere Lasten, giftiger Staub, Hunger, Misshandlungen. Mindestens 560 Menschen überlebten das Lager nicht. Am 13. April 1945 wurde es evakuiert, die meisten Häftlinge nach Dachau verschleppt, nur wenige Kranke blieben und erlebten noch am selben Tag die Befreiung durch amerikanische Truppen. Heute erinnern Tafeln, Steine und die Stille an diesen Ort. Maxi und ich stehen am Rand des Steinbruchs, blicken hinab in die Tiefe – und es ist, als würde der Fels selbst die Erinnerung tragen.
Blick in den Schiefersteinbruch

Blick in den Schiefersteinbruch

Weitere Ziele in der Umgebung

Die Region um Lehesten hat mehr zu erzählen. In Schmiedebach bewahrt das Schieferdorfmuseum die Geschichte des Ortes und der Region: vom Bauernort zum Schieferdorf, vom Alltagsleben bis zur Industriekultur. Über 2.000 Ausstellungsstücke füllen die Räume, betreut von Menschen, die nicht wollen, dass diese Geschichte vergessen wird. Und dann ist da der Rennsteig, Deutschlands ältester Höhenweg, der mitten durch die Gegend führt. In Brennersgrün, einem Ortsteil von Lehesten, steht das Rennsteighaus – ein Ort zum Ausruhen, Umziehen, Auftanken, Übernachten. Wanderer, Radfahrer, Skifahrer – sie alle sind hier willkommen, und man spürt den Geist eines Weges, der seit Jahrhunderten verbindet.
Frankenwald um Lehesten

Frankenwald um Lehesten

Ein Ort, der bleibt

Als wir Lehesten verlassen, nehme ich noch einmal den Blick auf die schiefergedeckten Häuser mit. Sie sind mehr als Schmuck, sie sind Ausdruck einer ganzen Region. Hier haben wir Geschichte gesehen, gespürt und berührt – in den Dächern, in den Mauern, in der Stille. Ein stiller Halt, der nachklingt. Jetzt aber zieht es uns weiter, zurück auf die Frankenwald Hochstraße, vorbei an der Frankenwarte und hinein nach Bad Steben, wo die nächste Geschichte auf uns wartet.

Galerie

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Kleine Karte von Lehesten

Ein paar Tipps für Wanderführer

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