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Huelgoat - Traumwad voller mystischer Plätze

Huelgoat – Traumwad voller mystischer Plätze

Zwischen haushohen Granitkieseln plätschert das Wasser durch den neblig-verwunschenen Wunderwald von Huelgoat, wundervolle Fotomotive, traumhaftes Wandern und touristenstrotzender Hotspot.

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Geocaching

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Der einsame Wildschweintümpel

Der einsame Wildschweintümpel

Huegoat – Traumwald voller mystischer Plätze

Ich habe einen kleinen Parkplatz im Wald vor Huelgoat gefunden und bin wieder einmal dankbar einen Kastenwagen und keinen Alkoven zu besitzen. Die Geländegängigkeit ist einfach besser! Während ich mein Mittagspäuschen im Wald mache, stehe ich direkt an der Kreuzung mehrer Wanderwege um Huelgoat. Mittags ist es ruhig, doch pünktlich nach dem Mittagessen beginnen sich die Menschenmassen durch den Wald zu schieben. Wow! Erst am Abend wird es ruhiger.
 
Die Mühle am Eingang zum Felsenchaos

Die Mühle am Eingang zum Felsenchaos

Die normale Tour

Also… als Standardtourist beginnst du deinen Weg durch den Wald von Huelgoat in dem kleinen Städtchen selbst. Um dein Auto oder Wohnmobil abzustellen gibt es zahlreiche Parkplätze und auch einen kostenlosen Stellplatz oder einen gemütliches Camping Muncipal direkt am schönen See von Huelgoat. Anschließend musst du erst einmal durch das Städtchen hindurch, vorbei an zahlreichen Cafes und Restaurants. So ein Zufall. Den Einstieg in das Felsenmeer findest du an der Brücke mit Blick auf die alte Mühle. Nun musst du dich durch einige wirklich enge Felsentore zwängen (Rucksack UND Bauch sind dein Untergang!) und stehst plötzlich in einer anderen Welt! Dem Felsenmeer. Zusammen mit gefühlt 20 Millionen Besuchern.
 
kleine Felsbrücke

kleine Felsbrücke

Find the silence

Während die Massen durch das Labyrinth wallen, sitze ich im Wohnmobil, trinke Kaffee und lese ein Buch. Erst gegen 18.00 Uhr, als es deutlich ruhiger wird, packe ich den Fotorucksack, schnappe den Hund und ziehe los. Ich starte am Parkplatz, den weit weg vom Zentrum ist und spaziere entlang der Route erst langsam drauf zu. Nach kurzem Spaziergang komme ich zum ersten Bach, dem ich ein ganzes Stückchen folgen werde. Ein kleines Steinbrückchen führt darüber und den Bach windet sich gemütlich durchs Tal. Schon jetzt bin ich diesem Wald verfallen, es ist einfach wunderschön.
 
Bäume wie Geister

Bäume wie Geister

Geocaching

Hier im Wald gibt es ein paar Tradis und auch ein paar Earthcache. Am See von Huelgoat auch Multis. Aber mal ehrlich, wer in diesem Zauberwald noch ans Geocachen denkt, ist wirklich schwer süchtig! Schwer süchtig! Ich sammle den ersten ein und er wird mein letzter sein. Ich habe wirklich besseres zu tun, nämlich gucken! Oh Mann, vor ein paar Jahren hätte ich mir bei so einem Satz noch einen Powertrail mit 95 Dosen zwangsverordnet. Man wird… lassen wir das. Wer suchen will.. darf.
 
Am Wildschweintümpel

Am Wildschweintümpel

Das Becken der Wildschweine

Ich wandere durch einen traumhaften Wald. Die tiefe Sonne kommt nicht mehr immer bis ins Tal. Der Bach plätschert umher, immer wieder liegen Kieselsteine und kleine Felsen im Wasser, das bräunlich gefärbt ist. Jede Ecke birgt einen neuen Blick und jede Kurve eine neue Sensation. Ich bin nach einer halben Stunde geflashed und begeistert und die Kamera ist nah am Überhitzen. Der Bach beginnt sich tiefer einzuschneiden und ich komme etwas höher, sehe jemanden auf einem Felsen sitzen und herunterschauen und schaue auch… Wow! Einige riesige Felsen haben eine Barriere geschaffen, durch die das Wasser in einen kleinen See plätschert, der jetzt 10 Meter unter mir liegt. Eine ganze Meute an Menschen stehen herum oder plantschen im Wasser, kurz davor ganz hineinzufallen. Das Becken der Wildschweine ist eindeutig ein wundervoller Platz! Ich will ein Wildschwein sein und hierbleiben und darf nicht. Erst einmal steige ich hinab und finde im am Beckenrand wieder. Es wird dauern, bis ich in Ruhe meine Fotos machen darf.
 
Am Silberbach

Am Silberbach

Ins Tal hinab

Ich schnaufe erst einmal durch und bin glücklich, dass ich genügend Geduld hatte, auf einen ruhigen Moment zu warten. Jetzt spaziere ich den Weg in Richtung des Tals. Ich komme an Artus Höhle vorbei, die zwar interessant aussieht, aber gegen die Wildschweine keine Chance hat. Durch den tollen, inzwischen ruhigen Wald spaziere ich hinab, bis zur Mündung in den Silberbach, der eigentlichen Sensation des Waldes.
 
Die bekannste Stelle von Huelgoat - das Chaos

Die bekannste Stelle von Huelgoat – das Chaos

Durchs Tal zur Mühle des Chaos in Huelgoat

Ich habe Ewigkeiten für das erste Stück gebraucht und plane meine Tour um. Statt 13 km, werden es heute nur 6. Eine weise Entscheidung. So biege ich an der Straße nach rechts in Richtung Huelgoat ab und bin im Tal des Silberbachs. Wunderschön geht es durch den Wald, immer leicht aufwärts. Der Bach fließt toll umher und ich könnte Millionen tolle Aufnahmen machen. Schritt für Schritt werden die Felsen wieder größer und dann… verschwindet der Bach. Ich höre ihn noch, aber erst fließt unter den immer größer gewordenen Felsen und ist so tief, dass ich ihn nicht sehen kann. Ich bin im Chaos angekommen, dem Höhepunkt des Felsenmeeres. Hier sieht es wirklich aus, als hätten Riesen die Felsen zu einer riesigen Barriere aufgestapelt. Sagenhaft. Wunderschön. Beeindruckend. Mit fehlen die Worte und ich glaube nicht, dass Bilder das alles einfangen können. Hier ist selbst am Abend noch viel los, weswegen ich nicht in die Höhle hinabsteige, die bis zum Wasser führt. Statt dessen zwänge ich mich, meinen Rucksack und meinen Bauch nach draußen und stehe vor der  Moulin du Chaos.
Der Wackelstein - bring ihn zum Einsturz

Der Wackelstein – bring ihn zum Einsturz

Am Wackeldackelstein zurück zum Auto

Ich verlasse das Dorf schnell wieder und komme am Zitterfelsen ( La Roche Tremblante) vorbei, den man angeblich mit einem Fingerdruck ins Wanken bringen kann. Ein Pärchen versucht es mit ihren Hintern und weil es nicht klappt, nutzen sie ihre zweideutige Position gleich zu einem eindeutigen Akt der Zweisamkeit. Ich habe spontan die Lust verloren, selbst zu drücken. Statt dessen finde ich den Weg in den Wald und beginne zu schnaufen, denn es geht steil bergauf. Ich muss all die verlorenen Höhenmeter wieder aufholen. Unterwegs komme ich an Artus´Lager (Camp d’Artus) vorbei, hier stand wohl eine keltische Burg. Beeindrucken kann mich das nach diesem tollen Tag nicht mehr.  Bald stehe ich wieder vor dem Wohnmobil und weil es hier so viele tolle Stellplätze gibt, bleibe ich nicht hier im Wald.

Mein Stellplatz

Es gibt einen großen, kostenlosen Stellplatz in Huelgoat, aber nach so vielen Touristen zieht es mich ins Nachbardorf. Gerade mal 3 km weiter finde ich einen völlig verschlafenen fast neuen Stellplatz in einem noch verschlafeneren Dorf. Als Wohnmobiltourist bist du König in der Bretagne!

Zweiter Teil…

Der Teich der Feen

Der Teich der Feen


Der Abgrund - toller Wasserfall ins Dunkel

Der Abgrund – toller Wasserfall ins Dunkel

Start in den Tag

Es ist kurz vor Sieben und der Regen prasselt auf mein Dach. Eigentlich wollte ich um 7 aufstehen, aber das kann ich jetzt verschieben. Um halb Acht drücken mich wichtige Geschäfte aus dem Bett, geht es euch auch so, dass das Geräusch von prasseldem Regen……
Um 8 steht der Kaffee auf dem Tisch und es hat aufgehört zu regnen, um halb 9 erreiche ich den Parkplatz für den zweiten Teil meiner Tour. Nur wenige Meter vom Parkplatz führen einige steile Treppen hinab in den Abgrund ( Gouffre). Wow… Ein Wasserfall zwischen dicken Felsen und man spaziert quasi mittendurch. Ich bin schon wieder geflashed.
Die Minen von Moriat

Die Minen von Moriat

Durchs Tal des Silberbachs bis zu den Minen

Vom Abgrund führt der Weg immer entlang des Silberbachs durch das Tal. Um die Uhrzeit und nach dem Wetter ist kaum ein Mensch unterwegs. Der Nebel zieht noch durch das Tal und der Wald ist in gigantischer Stimmung. Am Becken der Feen beginne ich zu tanzen, denn die Feen sind nicht da und es ist einfach zu schön. Bevor der Hund mich im Tierheim abgibt, ziehe ich weiter. Ein wundervoller Wald, ein fantastisch schöner Ort, den man ganz oft genießen müsste. Ich notiere, einen Besuch in Huelgoat außerhalb der Hochsaison, am besten im Herbst einzuplanen. Nach einer halben Stunde verlasse ich den Bach und spaziere auf einem breiteren Weg zur  einigen alten Minen. Von dort geht es wieder schwer bergauf zu einem Kanal der Minen, der sich topfeben am steilen Hang entlanghangelt. Ein  spannendes Bauwerk.  Der Kanal führt mich wieder zurück bis zum Abgrund, einmal ins Tal und wieder hoch und ich bin wieder auf der Straße.

Tipps zum Besuchen von Huelgoat

  • Komme nicht in den Sommerferien
  • Komme nicht am Wochenende und nicht am frühen Nachmittag
  • Komme im Herbst oder steh früh auf
  • Komme nach einem Regenschauer
  • Bring gute Schuhe mit
  • Pack Essen ein, dein Ausflug dauert viel viel länger als gedacht
  • Lass nervige Hunde, Ehepartner und vor allem pubertierende Kinder zu Hause (oder im Tierheim abgeben)
  • Genieß und staune

 

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Top Geocache

Diego Geocaching

In Huelgoat gibt es eine ganze Menge an Geocaches. Ich hatte keine Zeit dafür, ich musste schauen, fotografieren und genießen. Wer ein dynamischerer Cacher ist darf sich was aussuchen:

Tipp 50 Letterbox im Wald

Tipp 50 01 Tour de Lac – erster einer kleinen Runde um den See

Tipp 50 Earthcache – am Wackeldackelsein

Infos zur Tour

Die Tour auf Komoot

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Reiseziele

Reiseziele auf Find the Silence

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