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15 Kilometer Wanderung durch die Schmalegger Tobellandschaft – Bäche, Wald, Einsamkeit und ein Wasserfall!

Der Wasserfall im Rinkenburger Tobel – vom Seemonster bewachtes Highlight der Runde

Die Wettertante im Fernsehen jubelt, die Sonne lacht und Günther das Wohnmobil röhrt vor der Haustür, es geht auf eine Wochenendtour in die Natur. Ziel heute der mir völlig unbekannte „Schmalegger Tobel“ – der zusammen mit Ringgenburger Tobel, Glastobel, Feuertobel, Hirschtobel, Gehrentobel, Rötenbacher Tobel, Steigtobel, Engeletobel und Sturmtobel eine ganze Tobellandschaft bildet. Die Tobel entstanden nach der letzten Eiszeit, als das Eis sich zurückzog und nur lockeres Gestein übrig lies. Dieses wurde von den Bächen schnell und einfach abgetragen, so dass sich eine wunderschöne Schluchtenlandschaft bilden konnte

Start am Sportplatz Schmalegg

Der Steigtobel

Wir starten am Sportplatz der Ravensburger Gemeinde Schmalegg, hier gibt es genug Platz für Wohnmobile oder Autos. Wir bleiben erst einmal auf der Höhe und wandern in den Wald hinein, bevor es das erste Mal steil nach unten in den Steigtobel führt. Die Sonne linst durch die Bäume und der Bach rauscht durchs Tal.

Der kleine Pfad führt sofort wieder den Berg hinauf, es sind jedoch nur wenige Höhenmeter, die sogar ich protestlos ertrage!  Der Weg führt aus dem Wald heraus und am sonnigen Waldrand mit Blick über die Felder weiter, bevor es im Zick-Zack hinab zur Buttenmühle geht. Hier sind Gäste weniger willkommen, wenn man die vielen Schilder ernst nimmt – das ist uns reichlich egal, wir folgen statt dessen dem kleinen Buttenmühlenbach. Dieser plätschert gemütlich vor sich hin, bis es zunehmend von vorne rauscht. Eine kleine Abzweigung vom Weg führt zum etwa fünf Meter hohen Wasserfall. Hier kann man nicht nur rauschendes Wasser bewundern, sondern auch die Kraft des Wassers, denn der kleine Canyon des Baches verändert sich weiter. Zeugnis ist die kleine Treppe, die hinab zum Bach führt – sie steht fast frei in der Luft.

Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen und baue erst einmal Stativ und Kamera auf, der Wasserfall und das Gerümpel davor bietet ein schönes Motiv.

Feuertobel und Glastobel

Furt durch den Glastobel

Vom Wasserfall geht es auf einer breiten Forststraße hinauf und dann immer auf der Höhe durch den Wald in Richtung der alten Ringburg „Adelegg“. Recht deutlich können wir noch den alten Burggraben erkennen und die schöne Lage der Burg oberhalb der Schlucht. Natürlich lassen wir uns erst einmal auf dem Sonnenbänkchen nieder und genießen den tollen Frühlingstag.

Die paar Höhenmeter ins Tal sind schnell geschafft und wir lassen die Adelmühle links liegen. Der Feuertobel ist eine breiteres „Schlüchtchen“ und der Weg ein breiter Forstweg. Dafür kommen wir schnell voran und am Bach gibt es immer wieder was zu gucken. Der Feuertobel wird zum Glastobel und der Forstweg wird kleiner und freundlicher. Links und rechts liegen Bäume herum, es handelt sich um einen naturbelassenen Bannwald. An einer Furt – Fußgänger dürfen auch die Brücke nehmen – wird der Weg noch einmal kleiner und plötzlich sind wir raus aus dem Tal. Die Sonne lacht und obwohl es keinerlei Bänkchen gibt, machen wir erst einmal Mittagspause auf der Wiese.

Am Sportplatz

Heimweg

Da ich keine Lust auf die Straße ins Dorf habe, nehmen wir den kleinen Pfad, der aus dem Tal hinauf zum Schmucker-Hof. Damit hatte ich das Glücklos gezogen, denn zur Belohnung durfte ich zehn Minuten nach oben keuchen. Dass kleine Pfade überhaupt so steil sein dürfen? Gibt’s da kein Gesetz dagegen? 🙂

Am Schmucker-Hof pressen wir uns an einem abgestellten Traktor vorbei und dürfen nun dem breiten und steigungsfreien Forstweg folgen, bevor es wieder hinab zum Wasserfall geht. Wer möchte, kann hier gemütlich Kraft sammeln für den letzten Anstieg zurück zum Parkplatz.

Für die knapp 15 Kilometer brauchten wir sehr gemütliche 5 Stunden – allerdings mit einer langen Fotopause und einer Mittagspause mit Schläfchen in der Sonne. Etwas Zeit mitzubringen ist allerdings nötig, gibt es doch links und rechts des Weges viel zu entdecken. Fast immer rauscht ein Bächlein und die Vögel zwitschern. Toll auch – wir waren unterwegs fast allein. Bis auf ein paar Nachmittagsspäziergänger und einigen wilden Mountainbikern hatten wir die Tobellandschaft eigentlich für uns. Also ein echter Tipp für alle, die ein wenig Ruhe und Erholung suchen!
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Wandern

Ein traumhafte und wunderschön Wandertour mit ganz viel Wasser und noch mehr Einsamkeit! Im Sommer wunderbar kühl, im Winter schwierig zu gehen, aber sicher spektakulär!

Eine ähnlich verlaufende Tour auf aBW-Tourismus 

oder bei aOutdooractive

Geocaching:

Entlang dieser Wanderung liegen 25 einfache Tradis, die in unterschiedlicher Entfernung versteckt wurden. Einige Caches sind nicht mehr da, wer fleißig ist, kann aber immer noch 22 Döschen einsammeln. Die Dosen sind aber auf dieser Tour eher Nebensache – zu schön ist die Tour durch den Tobel.

aDose 1 – Steigtobel

Übernachten

Faule können auf dem Sportplatzparkplatz gleich stehen bleiben.

Einen kostenlosen Stellplatz bietet seit neuerem auch a Horgenzell!

Wir waren am Abend noch essen im aGasthaus Anker, auf dessen Parkplatz man (nach Anmeldung) auch kostenlos stehen darf.

Wer lieber ein festes Zimmer buchen möchte:

aUnterkünfte Horgenzell

aUnterkünfte Ravensburg

Urlaub machen

Vom Schmalegger Tobel ist man in 20 Minuten am Bodensee oder in 5 in Ravensburg.

Urlaubsideen gibt es auf:

aRavensburg 

aFriedrichshafen

aBodensee

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Entschleunigter Reisender, immer auf der Suche nach einem einsamen und wunderschönen Platz, gemeinsam unterwegs mit Hund Diego, Wohnmobil Günther und seinem Fotoapparat. Außerdem Geocaching-süchtig!

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