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Wissembourg nennt sich selbst das Tor nach Frankreich und ist eine Reise wert. Ein wunderschönes Örtchen mit malerischen Gassen, einer beeindruckenden Kirche und dem Schlupf! Komm doch mit auf einen kleinen Spaziergang durch diesen besonders schönen Fleck an der Weinstraße.

 

Ich bin ja eher der Wald- und Natururlauber, aber an einem Besuch in Wissembourg kam ich heute nicht vorbei. Vor ewigen Zeiten, ich glaube als Kind, war ich schon einmal hier und erinnere mich an Flammkuchen, Kanäle und endlose Menschenmassen – nichts mit „find the silence“. Von dieser Erinnerung lies ich mich heute nicht abschrecken und machte mich auf, das Tor nach Frankreich zu erkunden.

Die Stadtmauer von Wissembourg

Von der Grenze ist es nur ein Kilometer bis zur „Innenstadt“ von Wissembourg. Toll – es gibt drei große und kostenlose Parkplätze um die Innenstadt herum, die für Wohnmobile als Parkplätze zugelassen sind. Wer also länger bleiben will, ist gern gesehen. Wer allerdings Strom und Wasser zu seinem Glück braucht, muss am Abend zurück nach Deutschland.

Die Geschichte der Stadt

Wissembourg hat heute knapp 8000 Einwohner und ist die nördlichste Stadt des Elsaß‘. Entstanden ist der Ort im 7 Jahrhundert, als hier ein Kloster gegründet wurde und sich zunehmend Menschen drumrum angesiedelt hat. Wissembourg hat eine bewegte Geschichte hinter sich, war lange Zeit Reichstadt, gehörte mal zu Bayern, mal zu Frankreich, mal zu Bergzabern. 1870 gab es vor den Toren der Stadt eine große Schlacht zwischen den Preußen und Franzosen, anschließend kam Wissembourg 1871 zum deutschen Kaiserreich, nach dem ersten Weltkrieg

Hübsche Häuschen und malerische Gassen

wieder zu Frankreich usw.

Die Stadttour

Ich folge bei meinem Stadtrundgang  dem a Geocache „Promenade à Wissembourg“ In 13 Stationen führt er wunderbar durch den belebteren und den ruhigeren Teil der kleinen Stadt. Dabei wird man zu vielen Infotafeln geführt, die einem die Geschichte des Ortes näher bringt. Nebenbei ist natürlich genug Zeit für einen Flammkuchen oder einen Kaffee.

Vom Parkplatz geht es erst einmal ans Obertor mit der Lauterschleuse. Kaum hinter dem historischen Stadttorturm wird es ruhig, denn von der Straße aber auch vom Lärm der Innenstadt ist nichts zu hören. Immer entlang der Lauter geht es an hübsch hergerichteten und verdammt alten Gebäuden in Richtung Innenstadt.  An der inneren Mauer bin ich zur Kirche „St. Peter und Paul“  abgezweigt, die sehr sehenswert ist. Vor allem der Kreugang hatte es mir angetan und ich packte erst einmal Stativ und Kamera aus.

St. Peter und Paul

Der belebtere Teil

Von hier aus folgte ich einem weiteren Kanal und spazierte dann im ZickZack bis zum Rathaus. Hier beginnt die Einkaufsstraße und natürlich sind jede Menge Menschen unterwegs. Einige drängeln sich in eine Mini Bäckerei und spazieren mit mehren Broten unter dem Arm wieder nach draußen. Andere sitzen und trinken einen Kaffee oder begutachten das Obst und Gemüse, das hier noch ganz traditionell auf Tischen an der Straße angeboten wird. Mittendurch quetschen sich Autos und Fahrradfahrer, die sich natürlich laut gegenseitig beschimpfen.

Der Schlupf, Blick über die Lauter

Nach einer Kurve durch den Park an der Stadtmauer  bemerke ich, dass ich vergessen hatte, den Schlupf zu besuchen. Der Schlupf ist eine kleine Gasse, die zu einer Brücke über die Lauter führt. Wahrscheinlich der romantischte Ort des Städtchens – (zumindest, wenn nicht Busladungen an Touristen vorbeikommen). Tatsächlich hatte ich heute an diesem Platz meine absolute Ruhe, konnte fotografieren aber auch das wunderschöne Plätzchen genießen. Keine Hektik, kein Geschrei und gar kein Auto – logisch, der Schlupf ist nur 80 cm breit!
Auf dem Heimweg genieße ich noch einmal die schönen Grünflächen an der Stadtmauer, bevor ich viel zu schnell am Parkplatz stehe. Ich habe mein Bild von Wissemburg revidiert, im Frühling ist es ein ruhiges, schönes und sehenswertes kleines Städtchen!

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Geocaching

Es gibt nicht allzu viele Caches in dem kleinen Ort, ein paar Tradis und vor allem der Multi durch den Ort, wie ich ihn oben gemacht habe.

a Promenade à Wissembourg: 

Sightseeing-Cache durch Wissembourgh

a [RRA] WISSEMBOURG, Eglise Saints Pierre & Paul

Kleiner Cache im sehenswerten Kreuzgang der Kirche!

a Le Schlupf

Die romantischste Stelle des Ortes 🙂

Übernachten

Das Örtchen Wissembourg ist im Sommer sehr überlaufen. Jetzt im Frühling war es leer und ruhig. Je nach Jahreszeit muss man sich früher oder später um eine Übernachtung kümmern.

Wohnmobile dürfen kostenfrei auf den drei großen Parkplätzen rund um den Ortskern parken. Es gibt zwar keinen Service, doch ist Übernachten erlaubt. Die Beschilderung durch den Ort ist gut.

aInformationen auf der Website der Stadt.  (Parkplätze habe ich auch  auf der Karte oben eingezeichnet)

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten finden sich auf der a Website der Tourismusbüros!

Urlaub machen

Wissembourgh bietet eine tolle Altstadt und malerische Kanäle, Parks und Kaffees. Man kann den Ort zu Fuß erkunden, mit einer Bimmelbahn oder einem vierrädrigen Fahrrad, dem „Rosalies“.  Natürlich gehört eine Weinprobe und ein Flammkuchen zu den obligatorischen Terminen im Elsaß 🙂 Oder man lässt es halt weg!

Schnell ist man von Wissembourgh in den Vogesen oder bei einer der spektakulären Burgen der Umgebung.

Mehr dazu auf der a Website der Tourismusbehörde!

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Entschleunigter Reisender, immer auf der Suche nach einem einsamen und wunderschönen Platz, gemeinsam unterwegs mit Hund Diego, Wohnmobil Günther und seinem Fotoapparat. Außerdem Geocaching-süchtig!

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