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Eiszeitjägerpfad

Eiszeitjägerpfad

Auf dem Eiszeitjägerpfad rund um Blaubeuren erwarten dich UNESCO-Welterbehöhlen, eine küssende Sau, etliche Höhenmeter und wunderbare Aussichtspunkte.

Die UNESCO-Welterbehöhlen

Im Jahre 2017 wurden die steinzeitlich bewohnten Höhlen rund um Blaubeuren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Hier wurden nicht nur einige Zeugnisse der frühesten Bewohner Deutschlands gefunden, sondern auch die ältesten Musikinstrumente der Welt. Auf dem Eiszeitjägerpfad kann man mit der Brillenhöhle und dem Geißenklösterle gleich zwei Höhlen mit Steinzeitfunden besuchen und das ganze auch noch in grandioser Natur und auf wunderschönen Wegen. Infos zu den Höhlen findest du unter LinkBlaubeuren.de

Der Eiszeitjägerpfad

Am Parkplatz startend führt der Wanderweg auf 9 km gleich zwei mal aus dem Tal hinauf auf die Albfläche, vorbei an Felsen, Höhlen, einer Ruine und tollen Aussichtsfelsen.
Bahnhof Blaubeuren - Start des Eiszeitjägerpfades

Bahnhof Blaubeuren – Start des Eiszeitjägerpfades

Start

Verkehrsgünstig startet der Weg am Bahnhof in Blaubeuren. Beste Anreise ist deswegen mit dem Zug, der hier regelmäßig verkehrt. Wer mit dem Auto kommt, findet am Bahnhof einige Parkplätze oder im Einkaufszentrum auf der anderen Gleisseite. Die ersten Meter muss ich noch an der Straße entlanglaufen, diese einmal queren, bergauf und plötzlich stehe ich im Wald. Die Sonne strahlt und es ist ein herrlicher Frühlingstag. Der Hund ist sehr begeistert und springt von Baum zu Baum.

Brillenhöhle

Sanft geht es auf dem kleinen Pfad bergauf, niemals wirklich steil, aber auch nie ganz eben. Ganz langsam wird der Verkehrslärm aus dem Tal leiser und die Blicke weiter. Langsam rücken die Kalksteinfelsen, die das Blautal so einmalig machen, näher und eh ich mich versehe stehe ich vor einem besonders gewaltigen Felsgebilde. Ein paar Stufen führen hinauf zur Brillenhöhle, die ihren Namen von einer Öffnung in der Decke hat, die sehr an eine Brille erinnert. Zum Schutz der Höhle und der darin eventuell noch vorhandenen Steinzeitfunden ist sie abgesperrt. Aber es ist sowieso noch Fledermausschutzzeit und das Betreten der Höhlen verboten.
Die küssende Sau auf dem Eiszeitjägerpfad

Die küssende Sau auf dem Eiszeitjägerpfad

Küssende Sau

Nach einem Blick in die Höhle geht es einige Serpentinen hinab. Am Fuße der Felsgruppe wartet ein toller Geocache auf mich, der hier wirklich fein direkt am Weg versteckt wurde. Im Cache warten auch noch einige Informationen über die Gegend auf den Besucher, eine tolle Idee des Owners. Perfekt wartet auch noch ein Bänkchen zum Loggen.
Es geht wieder bergauf, weiter auf einem schönen Wanderpfad, der einfach nur toll zu belaufen ist. Nach einer Kurve rückt der nächste Felsen in mein Blickfeld, die küssende Sau. Kann ein Fels wirklich aussehen, wie eine küssende Sau? Ja sie kann, und zwar eindeutig! Faszinierend. Nach einer langen Bewunderungsphase gehe ich weiter mitten durch den Felsen hindurch.
Blick von der Ruine Günzelburg über Blaubeuren

Blick von der Ruine Günzelburg über Blaubeuren

Die Ruine Günzelsburg

Ich folge dem Wanderweg noch ein Stückchen durch das Felsenmeer, das bei Kletterern für tolle Routen bekannt ist und mache mich auf den eigentlich Anstieg hinauf zur Albhochfläche. Der Weg ist wunderschön und die Sonne strahlt durch die Bäume. Nach einem gemütlichen  Aufstieg durch den Wald stehe ich am Rande der Alb und blicke über die Hochfläche. Die ersten Bauern sind in ihren Traktoren unterwegs und bestellen die Felder.  Jetzt wandere ich ein Stück entlang des Albtraufs und erreiche die Ruine Günzelsburg. Vielmehr als ein klotziger Fels über dem Tal und eine Zisterne ist nicht mehr zu sehen, doch der Ausblick über das Urstromtal der Donau ist gewaltig. Ein Bänkchen in der Sonne läd zur ersten Pause ein.

Bienlein und BlümleinAbstieg und Mittagspause

Von der Ruine geht es den Wanderweg wieder hinab ins Tal. Gemütlich gehts an Weiler, einem Teilort von Blaubeuren vorbei und über die Bundesstraße. Ein paar Meter durch ein Industriegebiet und plötzlich stehe ich an der Aach, einem Bach, der in Richtung Blau fließt. Hier gibt es eine Bank, die mir  so gut gefällt, dass ich Mittagspause mache. Einige Senioren radeln auf dem Radweg vorbei, aber sonst ist es perfekt ruhig für ein Schläfchen und einige Blicke über den Bach.

Geißenklösterle

Es wartet der nächste Aufstieg auf mich, denn von den fast 500 Höhenmetern habe ich erst die Hälfte geschafft. Ein kurzes Stück entlang des Radwegs und schon geht es wieder bergauf, gleich zur nächsten, wohl noch berühmteren Höhle, dem Geißenklösterle. In der Halbhöhle wurden neben anderen Funden einige Flöten aus Knochen und Elfenbein gefunden. Vom Wanderweg führt eine kurze aber steile Treppe hinauf.
Die Felsen des Geißenklösterle - Höhle aus der Steinzeit

Die Felsen des Geißenklösterle – Höhle aus der Steinzeit

Aufstieg bis zum Schillerstein

Der Pfad führt nun wieder berauf, immer im Hang und mit zahlreichen Blicken ins Tal. Die Sonne scheint und ich freue mich, dass die Bäume noch ohne Laub sind, denn so bekomme ich mehr Sonne ab und kann weiter sehen. Ein kleiner Aussichtsfels läd für ein weiteres Pärchen ein, ein Wanderpärchen hat schon das Vesper ausgebreitet.
Nach einem kleinen steileren Stück geht es wieder gemächlich bergauf, bis ich einen breiteren Forstweg erreiche.
Einmal um den Berg geht es nun wieder in Richtung Start, die Wegführung wird etwas durcheinander, aber nach einer halben Stunde sehe ich den Gasthof Schillerstein vor mir. Das gemütliche Ausflugslokal muss heute aber auf mich verzichten, denn es geht zum Schillerstein, den letzten Höhepunkt meiner Tour. Tatsächlich sind die letzten Meter hinauf zum Aussichtsfelsen die anstrengensten des Tages, doch der Blick nach Blaubeuren und zum Rusenschloss ist gewaltig. Der Hund freut sich über den kühlen Boden und legt sich schlafen.
Panorama über das Blautal vom Schillerstein

Panorama über das Blautal vom Schillerstein

Ende des Eiszeitjägerpfads

Zügig geht es hinab ins Tal und schon bald stehe ich wieder an der Bundesstraße. Von hier sind es tatsächlich nur noch wenige Meter bis zum Parkplatz. Ein Besuch in der wunderschönen Altstadt von Blaubeuren mit Kloster und Blautopf würde den Tag jetzt noch abrunden, auch gibt es hier zahlreiche gute Gaststätten, in der man seine leeren Tanks auffüllen kann.
Der Eiszeitjägerpfad ist eine tolle Tour vorbei an einigen Sehenswürdigkeiten und durch die Natur auf wunderbaren Wegen. Er ist perfekt ausgeschildert, allerdings fehlen mir doch einige Infotafeln, die mir den Weg und die Höhlen erklären. Obwohl es nur 9 Kilometer sind, spüre ich die Höhenmeter der Tour und freue mich nun auf mein Sofa.

 

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Top Geocache

Diego Geocaching

Auf dem Eiszeitjägerpfad gibt es noch keinen Wandermulti – wer weiß, vielleicht kommt ja bald einer.

aTradi an der Küssenden Sau (Sehr empfehlenswert!)

a Tradi am Felsenlabyrinth

aTradi am Schillerstein

Absolute Empfehlung ist der Wandercache „a Rucken, Blaufels, Rußenschloss“ rund um Blaubeuren! Ein fantastisches Erlebnis!

Übernachten

Recht ruhig und ein Stück abgelegen ist der Wanderparkplatz am Geißenklösterle („Pausenplätzchen“ auf der Karte!“)  . Mit Bänkchen und Bach perfekt um eine Nacht frei zu stehen.

a Stellplatz Blaubeuren (kostenpflichtig, dafür sehr zentral!

Diegos Empfehlung

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