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Der Totengrund ist eine der beeindruckensten Stellen der Lüneburger Heide – einsam und nur mit Muskelkraft zu erreichen. Eine Anstrengung die sich lohnt, denn vom Rand der Senke hat man einen tollen Blick über die Heideblüte. Vor allem bei Sonnenaufgang und -Untergang ein Erlebnis für Wanderer und Fotografen.

 

Sonnenuntergang am Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Sonnenuntergang am Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

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Sonnenuntergangsspaziergang zum Totengrund

Nach meiner wunderschönena kleinen Geocaching-Tour ) durch die Lüneburger Heide erhole ich mich erst einmal zwei Nächte auf dem sehr angenehmen aStellplatz in Salzhausen (LINK). Hier sind Versonrgngseinrichtungen, ein Imbiss und ein Freibad vorhanden, so dass ich es mir gemütlich mache und Günther die Batterien aufladen darf.

Immer wieder lese ich, dass der Totengrund inmitten des Naturschutzgebietes ein wunderschöner Ort sein soll, den ich bei einem Besuch in der Lüneburger Heide absolut nicht verpassen soll. Gerade zum Sonnenuntergang bietet sich ein wunderschönes Bild mit blühender Heide im goldenen Licht. Zum Totengrund führen mehrere Wege von verschiedenen Parkplätzen (siehe Karte), je nach Parkplatz dauert der Spaziergang zum Totengrund eine bis zwei Stunden.

Spaziergang

Ich starte die Tour in a Volkwardingen, zum einen, weil der Parkplatz kostenlos ist, zum anderen, weil es die kürzeste Strecke im Dunkeln nach Hause bedeutet. Vom Parkplatz am Ortseingang geht es kurz durch den Ort, unter der lauten Autobahn hindurch und auf der Teerstraße (Durchfahrt nur für Anwohner) in die Heide.
Auf dem Hinweg biege ich am Waldrand links ab und spaziere einen kleineren Forstweg in den Wald hinein. Auf der Straße kommt doch immer mal wieder ein Auto und der Weg führt gemütlich durch einen Ruheforst.
Von der Straße geht es gute 3 km durch den Wald, fast schnurgerade und Diego und ich sind fast allein. Nur ein paar Rentner auf ihren Rädern begegnen uns.

Wanderung zum Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Wanderung zum Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Der Totengrund

Der Wald beginnt sich plötzlich zu öffnen und überraschend stehe ich am Rande eines Meer aus violetten Blüten und einzelnen Wachholderstauden. Ich bin am Totengrund angekommen. Links liegt der Steingrund, eine weitere etwas kleinere Senke. Rechts der Totengrund und geradeaus führt mein Weg auf den Rand der Senke.

Wie die Senke entstanden ist, ist bis heute nicht geklärt. Ein Meteorit könnte hier eingeschlagen haben, Schmelzwasser während der Eiszeit die Hohlform ausgewaschen haben oder eine großer Hohlraum unterhalb ist eingestürzt. Was jetzt stimmt, weiß ich nicht. Dafür ist es ein wunderschöner Ort und ich spaziere, nachdem ich die Höhe erreicht habe, entlang des Kesselrandes einmal um den Totengrund.

Der Herkunft des Namens

Auch hier sind die Experten uneins. Der Name könnte vom Tod und Verderben des Meteors herkommen. Oder daher, dass früher die Toten hier auf einem speziellen Weg durch den Kessel getragen wurden. Am wahrscheinlichsten halte ich aber, dass der Totengrund eine sehr trockene und nährstöffarme Stelle ist, an der weder viele Pflanzen wachsen, noch Tiere sich wirklich wohl fühlen.

Sonnenuntergang am Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Sonnenuntergang am Totengrund im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Fotografieren

Die erste und bekannteste Aussichtsstelle über den Totengrund finde ich gleich nach dem Anstieg. Hier gibt es einen Gedenkstein und gleich mehrere Bänkchen, auf denen sich der Ausblick genießen lässt. Der Blick geht gen Osten, ist also perfekt für den Sonnenaufgang. Jetzt ist von hier aus der ganze Talkessel in das letzte Licht des Tages gehüllt.

Entlang des Kesselrandes gibt es immer wider wunderschöne Blicke über den Totengrund, die sich für Fotos lohnen. Auch die Landschaft in die andere Richtung bietet viel. Also ausreichend Zeit mitbringen, unter Druck entstehen selten schöne Fotos.

Ich finde die schönste Stelle meiner Tour kurz bevor es wieder ins Tal hinab geht. Hier liegen mehrere Bänkchen entlang des Weges, die alle einen wunderschönen Blick über die Senke und die untergehende Sonne bieten. Da ich noch zu früh bin, packe ich erst einal das Vesper ein und beginne dann das Stativ und die Kamera vorzubereiten.

Biene an Heidekraut in der Lüneburger Heide

Biene an Heidekraut in der Lüneburger Heide

Makrofotografie

Während der Heideblüte tummeln sich auf den zahllosen Erikas auch zahllose Insekten. Da ich Bienen sehr liebe (LINK) und die Bienen wohl die Heideblüte sehr lieben, finde ich zahllose Möglichkeiten einige MAkros aufzunehmen. Allerdings muss man sich schon tief hinabbewegen (am besten hinlegen), um ein gutes Motiv zu haben. Da die Blumens ehr dicht sind, ist der Hintergrund oft sehr dunkel, man muss schon ein bisschen suchen.

Heimweg

Die Sonne geht grandios unter und ich kann einige Bilder mit Sonnenstern aufnehmen. Leider ist kaum eine Wolke zu sehen, weshalb ich beschließe, nicht auf ein Farbenmeer am Himmel zu hoffen, sondern nach Hause zu laufen. Das ist clever, denn die ersten Meter gehen bergab und sind recht rutschig. Erst einmal im Tal spaziere ich nur noch entlang der kleinen Straße schnurgerade nach Hause.

Fotografie

  • Für den Spaziergang zum Totengrund ausreichend Zeit einplanen, denn die Wege ziehen sich und ein gibt viel zu sehen!
  • Die Taschenlampe für den Rückweg nicht vergessen, die Wege sind nicht beleuchtet.

Mein TOP-Cache:

 

a Earthcache Lüneburger Heide

Die perfekte Beschäftigung während man auf den Sonnenuntergang wartet!

Übernachten

 

aStellplatz Overhaverbeck

aHof Tütsberg (keine Ahnung, obs da gut ist)

Urlaub machen

 

Ganz ehrlich – ich konnte mich an der Heideblüte einfach nicht sattsehen. Und so zog es mich bewaffnet mit der Kamera immer wieder in die Heide. Viel mehr habe ich den Tagen einfach nicht gebraucht, schon schön, oder?

aInfoseite des Touristenverbandes

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Entschleunigter Reisender, immer auf der Suche nach einem einsamen und wunderschönen Platz, gemeinsam unterwegs mit Hund Diego, Wohnmobil Günther und seinem Fotoapparat. Außerdem Geocaching-süchtig!

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